Essen im Wochenbett

Nun sind wir seit 4 Monaten zu viert – die Zeit rennt, das Baby wird irgendwie viel schneller groß und man hat mit zweitem Kind noch weniger Zeit für Wichtiges und Unwichtiges. Dabei sollte man sich für bestimmte Dinge gerade am Anfang unbedingt Zeit nehmen, dazu gehörte für mich an erster Stelle Ruhe und wenn möglich SCHLAF!, an zweiter Stelle eine ausgiebige Dusche und an dritter Stelle etwas Vernünftiges zum essen. Dank meiner lieben Eltern hatten wir ab Tag 1 im Wochenbett eingeweckten Gulasch und Bolognese in rauen Mengen. Dank meiner lieben Schwiegermama regelmäßig unsere Lieblingsgerichte frisch auf dem Tisch. Jeden Tag habe ich mit meiner Freundin am an anderen Ende von Deutschland (und hunderte Kilometer von ihrer Familie entfernt) korrespondiert. Ihr Baby ist genauso alt und so waren wir zeitgleich in derselben Situation, nur dass sie sich in den ersten Tagen das Essen von einer Großküche kommen ließ und das schnell wegen schlechter Qualität und überhöhten Preisen abbestellte. Sie beneidete mich und das konnte ich gut verstehen.

Doch was tun, wenn man keine Familie vor Ort hat und nicht jeden Tag Pizza und Co. liefern lassen will bzw. auf mobiles Essen aus der Großküche angewiesen sein möchte? Das haben sich wohl auch die Macherin von Gesund und Mutter gedacht und Essen speziell für Frauen im Wochenbett per Mausklick und zügiger Lieferung entwickelt.

SAMSUNG CSC SAMSUNG CSCIch durfte zwei Ihrer Gerichte testen und fand beides sehr lecker und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis dabei völlig okay. So zahlt man bspw. für 4 Gerichte mit Fleisch 28,50 €, also etwas über 7 € pro Mahlzeit. Wenn ich mir eine Pizza bestelle, ist das meist teurer 🙂 und auf keinen Fall so gesund, denn bei den Gerichten wird darauf geachtet, dass nur ausgewählte Zutaten verwendet werden und dabei ein ausgewogenes Essen entsteht.  Das Essen wird in Gläsern geliefert, ist lange haltbar, muss nur schnell im Topf erwärmt werden und ich konnte die Gläser auch gleich zur Aufbewahrung weiterverwenden (viel besser als Plastikbehälter, aber das ist ein anderes Thema).

Schaut Euch die Seite doch einfach mal an – auch wenn ihr nicht selber schwanger seid, habt ihr vielleicht eine Freundin, die sich über einen Gutschein bestimmt freuen würde.

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Gesund & Mutter

Herzensangelegenheit

Zu lange habe ich nichts geschrieben. Gründe gab es genügend. Mal sehen, wie ich wieder zum regelmäßigen Blog-schreiben finde. Vielleicht hiermit:

Vor ein paar Wochen bin ich über Facebook auf den Blog „Cancer is an Asshole-eine Familie lebt mit Papas Krabbe“ gestoßen. Die Geschichte von Ines und ihrer Familie hat mich sehr berührt. Auch wenn mir täglich ähnliche Schicksale bei Facebook angezeigt werden (durch das Abonnement der DKMS), die mich betroffen machen, hat mich das was ich gelesen habe anders berührt. Ines schreibt über die unheilbare Krebserkrankung ihres Mannes und den möglichen Zeitgewinn für ihn und ihre Familie, wenn bald ein geeigneter Stammzellen-Spender gefunden wird. Bisher wurde kein Spender gefunden und das, obwohl die Registrierung so einfach und eine eventuelle Spende nur ein kurzes Prozedere ist, im Vergleich zu dem, was die Betroffenen an Behandlung durchmachen.

Daher auch hier noch einmal ein kleiner Aufruf – Lasst Euch registrieren! Dazu muss man lediglich auf die Internetseite der DKMS gehen und sich als Spender registrieren. Nach der Registrierung geht es wie folgt weiter (Auszug der DKMS-Internetseite):

Innerhalb weniger Tage erhalten Sie per Post das DKMS-Registrierungs-Set. Füllen Sie die Formulare aus und machen Sie mit den beigelegten Wattestäbchen zwei Abstriche von Ihrer Wangenschleimhaut. Schicken Sie das Set anschließend wieder per Post an uns zurück. Im DKMS Life Science Lab in Dresden, einer Tochterorganisation der DKMS, analysieren wir Ihre Gewebemerkmale und speichern die Ergebnisse in unserer Datenbank. Gleichzeitig übermitteln wir Ihre Gewebemerkmale in anonymisierter Form an das ZKRD Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland in Ulm. Auf diese Weise stehen Sie ab sofort als Spender für Patienten auf der ganzen Welt zur Verfügung. Sie bleiben automatisch bis zu Ihrem 61. Lebensjahr in unserer Datei registriert.

Nach unserer Erfahrung kommt es bei höchstens fünf von hundert potenziellen Stammzellspendern innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einer Stammzellspende. Für junge Spender beträgt die Wahrscheinlichkeit etwa 1 Prozent innerhalb des ersten Jahres nach der Typisierung. Doch was passiert, wenn Ihre Gewebemerkmale tatsächlich passen?

Gesundheitscheck und Bestätigungstypisierung – Confirmatory Typing (CT)
Sie erhalten einen ausführlichen Gesundheitsfragebogen, damit mögliche aktuelle Ausschlusskriterien für eine Spende frühzeitig erkannt werden können. Anschließend erfolgt eine Bestätigungstypisierung (CT), bei der Ihre Gewebemerkmale anhand einer weiteren Blutprobe nochmals analysiert werden. Die CT kann z. B. bei Ihrem Hausarzt erfolgen. Des Weiteren wird Ihr Blut auf bestimmte Infektionserreger wie z.B. HIV oder Hepatitisviren geprüft. Anhand dieser Ergebnisse wird entschieden, ob Sie zu hundert Prozent der passende Spender für Ihren Patienten sind.

Weder mein Mann noch ich konnten in den letzten 8 Jahren, in denen wir registriert waren, spenden – ABER eine Kommilitonin von mir kam bereits als Spenderin in Frage, ist das nicht toll!!

Kommt es zur Stammzellenspende, läuft diese wie folgt ab (Auszug der DKMS-Internetseite):

PERIPHERE STAMMZELLSPENDE

In ca. 80 Prozent der Fälle werden die Stammzellen aus der Blutbahn entnommen. Dem Spender wird über fünf Tage hinweg der Wachstumsfaktor G-CSF verabreicht. Dieses Medikament steigert die Anzahl der Stammzellen im peripheren Blut, die dann über ein spezielles Verfahren direkt aus dem Blut gewonnen werden. Die Spende dauert 4-8 Stunden an ein bis zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Es ist keine Operation notwendig, Sie können die Klinik meist am gleichen Tag wieder verlassen. Dieses Verfahren wird bei der DKMS seit 1996 angewandt. Während der Gabe des Medikaments können grippeähnliche Symptome auftreten. Langzeitnebenwirkungen sind nach dem heutigen Forschungsstand nicht bekannt.

KNOCHENMARKSPENDE

Bei dieser Methode wird dem Spender unter Vollnarkose mit einer Punktionsnadel aus dem Beckenkamm Knochenmark (nicht Rückenmark!) entnommen. Hierbei genügen in der Regel zwei kleine Einschnitte im Bereich des hinteren Beckenknochens. Die dabei entstehenden Wunden sind so klein, dass sie nur mit wenigen Stichen oder oft überhaupt nicht genäht werden müssen und rasch verheilen. Die Entnahme erfolgt in Bauchlage und dauert etwa 60 Minuten. Bei der Knochenmarkspende beschränkt sich das Risiko im Wesentlichen auf die Narkose. Aus dem Beckenkamm werden ca. 5 Prozent des Knochenmarks entnommen. In der Regel regeneriert sich das Knochenmark beim Spender innerhalb von 2 bis 4 Wochen vollständig. Es kann ein lokaler Wundschmerz auftreten, ähnlich dem einer Prellung. Nur in seltenen Fällen kann es zu länger anhaltenden Schmerzen kommen. Der Aufenthalt im Krankenhaus dauert insgesamt drei Tage. In den meisten Fällen erfolgt als Vorsichtsmaßnahme eine Krankschreibung für einige Tage.

Die Art der Entnahme richtet sich nach dem gesundheitlichen Zustand des Patienten. Natürlich versuchen wir, Ihre Wünsche zu berücksichtigen. Jedoch kann abhängig von der Situation des Patienten eine Methode aus medizinischen Gründen ausgeschlossen oder bevorzugt werden. Grundsätzlich sollten Sie zu beiden Methoden bereit sein.

Also, hier noch einmal die Bitte, lasst euch registrieren, es ist so einfach und kann ein Leben retten oder einer Familie einfach mehr Zeit schenken, um gemeinsam dieses eine Leben zu leben!!

Guter Rat ist teuer oder auch nicht

Tipps und Ratschläge scheinen mit Beginn einer Schwangerschaft etwas zu sein, um das man einfach nicht mehr umhin kommt und was irgendwie zu einer Never Ending Story wird.

Mit Frieda wurde ich 2012 schwanger und darf mir somit seit 4 Jahren Ratschläge geben lassen. Das fing ganz subtil an und bringt mich erst jetzt manchmal richtig auf die Palme. Schieben wir das einfach mal auf die Schwangerschaftshormone.

Damit meine ich nicht die Tipps, die von meinen Eltern oder Schwiegereltern kommen, denn diese unterscheiden sich eindeutig vom Rest der „Tippgeber“. Sie haben bereits Kinder großgezogen, wollen einem helfen UND man kann ihnen irgendwie auch leichter mal sagen, dass man schon wüsste, was man da tut oder zumindest sein Kind so gut kenne, dass eine Lösung auch alleine gefunden wird.

Aber wie fing das alles an? Eigentlich mit lieb gemeinten Ratschlägen in der ersten Schwangerschaft, die sich meist auf die ganzen Problemchen bezogen, die ich damals so hatte. Bei dem einen half dies, bei dem anderen das und das wurde mir dann alles so erzählt. Ich habe vieles ausprobiert und von vielem profitiert. Also war alles gut.

Dann kam die Geburt und schon im Wochenbett auf der Station kamen dutzende Schwestern, die mir allesamt unterschiedliche Hinweise zum Stillen gaben. Nachdem Frieda circa 4 Stunden auf der Welt war und mal schrie, kam eine Schwester und fragte, ob sie ihr einen Nuckel geben dürfte. Ich hatte darüber bis dato nicht nachgedacht und sofort zugestimmt. Der Nuckel kam sofort, Frieda war zufrieden und keine 10 Minuten später kam die nächste Schwester, die Kritik am Nuckel übte. Da bekam ich zum ersten Mal den Ratschlag, dem Kind mal lieber nur die Brust zu geben, es würde sonst zur Saugverwirrung kommen. Ich wusste nicht, wovon die Rede war und war sofort verunsichert. Aber der Nuckel blieb. Zwei Tage im Krankenhaus folgten und damit 48 Stunden in denen ich von jeder Schwester einen anderen Ratschlag zum Stillen bekam. Fix und Fertig bestand ich nach zwei Tagen auf die Entlassung. Ich war durch und durch verunsichert und hatte Angst, bereits alles versaut zu haben. Als ich dann nach üblichen Stillproblemen eine Mahlzeit durch die Flasche ersetzte, ging der Wahnsinn weiter und ich machte Bekanntschaft mit den Pro- oder eben Kontra-Müttern oder Nicht-Müttern, ein dazwischen gab es nicht. Ich wurde darauf hingewiesen, dass es doch besser wäre, es ohne Pre-Milch zu versuchen, mir wurde gesagt, dass das Kind nun völlig saugverwirrt sei und wie schlecht die künstliche Milch doch wäre. Das wurde mir niemals bösartig gesagt, sondern eher wissend. Jeder schien eine Meinung zu haben und zu wissen, wie man es richtig macht. Dass Frieda ein meist ausgeglichenes und endlich sattes Baby war, musste ich mir immer wieder vor Augen führen, um mich in meinen/unseren Handlungen zu bestätigen.

Ein Klassiker ist irgendwie immer das schreiende Baby, denn da hat nun wirklich jeder eine Meinung – Es hat Hunger! Es ist müde! Es hat Bauchweh! Es ist reizüberflutet! Es ist schon so verwöhnt (weil zu viel getragen, zu viel an der Brust, zu viel Nähe, zu viel ….)! Und so weiter. Setzt man sich mit einem schreienden Baby in eine Runde von Verwandten/Freunden/Bekannten, kommen sofort Erklärungen. Schlimmer jedoch: setzt man sich mit einem schreienden Baby in eine Bahn, kommen sofort Erklärungen von Fremden. Und was kann man schließlich als junge Mama mit hysterisch schreiendem Baby besser gebrauchen, als ein paar „nützliche“ Hinweise zu dem Lebewesen, dass man als Mutter ja vermutlich erst einmal am besten kennt???

Es gab bisher so viele Situationen, dass ich mir gar nicht alle merken konnte. Aber zurück blieb immer ein unwohles Gefühl im Magen und die immerwährende Frage, die man sich dann stellt: mache ich vielleicht wirklich etwas falsch? Gerade in dieser Schwangerschaft gab es ein Thema, zu dem mir nun wirklich fast jeder seine Meinung gesagt und mich damit auch oft verunsichert hat. Denn, ich hatte mir zu Beginn der Schwangerschaft in den Kopf gesetzt, dass ich gerne einen geplanten Kaiserschnitt hätte (mehr dazu hier). Für mich gibt es bis heute zig Gründe, die in meiner/unserer Situation dafür sprechen, aber ich bin es leid, mich jedes Mal, wenn das Thema aufkommt, dafür zu rechtfertigen. Ich habe keine Lust mehr, mir von Frauen mit und ohne Kindern sagen zu lassen, dass das keine gute Idee sei. Wirklich die wenigsten haben versucht, mich zu verstehen oder es einfach so hingenommen und es abgenickt. Mittlerweile habe ich mich dagegen entschieden, die Gründe dafür wollte keiner weiter wissen, es wurde meist zufrieden hingenommen. Komisch…

In diesem Jahr hat sich vieles für uns verändert, denn, wir hatten drei Jahre lang ein Kind, das

…alleine in seinem Bett eingeschlafen ist und brav durchgeschlafen hat.

… artig zwischen 19 Uhr und 20 Uhr im Bett lag und nach 11-12 Stunden aufstand, spielte oder uns weckte.

… sich problemlos abgeben ließ, ob nun bei der Tagesmutter, in der Kita, bei Oma und Opa oder Freunden.

HATTEN!

Denn, seit diesem Jahr schläft Frieda bei uns, geht erst sehr spät zu Bett (schläft dafür morgens herrlich lange) und klammert so sehr, dass ein abgeben herzzerreißend ist. Gründe für ihr Verhalten lassen sich sofort finden und alles scheint plausibel. Für uns. Für andere gibt es nun genug Stoff zum Kopf schütteln und das leider oft offenkundig. Vielleicht habe ich das vor einer Weile selber noch so gemacht (obwohl ich immer noch meine, dass ich mir meinen Teil meist gedacht habe), aber unsere Situation hat sich geändert und mittlerweile ist uns als Eltern bewusst geworden, dass Routinen,  Rituale und eingespielte Abläufe durchbrochen werden können, auch wenn es in unserem Fall ungewollt passiert ist, so ist es eben doch passiert. Wir wissen, dass das alles schon bald wieder anders sein kann, denn mit dem Einzug von unserem zweiten Kind, wird sich wieder einiges ändern, so viel ist klar. Und bis dahin machen wir so weiter wie bisher, denn obwohl so vieles jetzt anders abläuft, macht Frieda auf uns keinen gestörten, verstörten oder fragwürdigen Eindruck.

Ich bin ganz ehrlich, ich habe auch immer zu allem eine Meinung, ABER, vieles wurde seit diesem Jahr völlig überworfen und ich sehe so manches jetzt ganz anders. Ich finde, dass ich viel offener für andere Abläufe geworden bin. Habe ich vor einem Jahr noch beim Stichwort Familienbett die Augen gerollt, finde ich es heute sehr schön, wenn Frieda sich nachts ankuschelt und kann die Pro-Meinungen auch verstehen.

Habe ich als kinderlose Studentin Unverständnis für Kinder gehabt, die an warmen Sommerabenden noch spät mit ihren Eltern umher schlenderten, freue ich mich heute, dass wir durch Friedas veränderte Schlafgewohnheiten schon so viele schöne Abende hatten, an denen sie ohne zu nörgeln mit mir oder uns unterwegs war. Ich muss auch gestehen, dass ich manchmal ganz froh bin, dass ich Frieda am Abend auch mal mitnehmen kann, denn wer einen Musiker als Mann hat und in einer Stadt ohne Eltern/Schwiegereltern wohnt, hat es am Wochenende mitunter sehr schwer, wenn er auf Babysittersuche geht.

Mein Fazit: Ich möchte mich zukünftig nicht mehr erklären müssen, denn wir sind gute Eltern und die anderen sind es auch!

 

Ausprobiert – Meine Spielzeugkiste

Es ist mittlerweile schon etwas her, da habe ich Euch meinen Ausmistwahn beschrieben. Damit einher gingen Gedanken zum Spielzeug von Frieda und der Frage danach, wie lange sie eigentlich mit ihrem Spielzeug spielt und welches davon meist unbenutzt in der Ecke liegt, ich ihr aber dennoch nicht wegnehmen möchte. Bei dem Spielzeug, das sie von uns bekommt, achten wir immer darauf, dass es für eine längere Zeit benutzt werden kann (z.b. Spielküche und Puppenhaus). Darüber berichte ich noch einmal in einem anderen Beitrag. Aber es gibt eben auch so viele kleine Dinge, die sie hier und da bekommt und die schnell uninteressant werden. Weil das so ist, aber Spielzeug natürlich trotzdem in ihrem Leben nicht wegzudenken ist, bin ich auf die Seite MeineSpielzeugkiste.de aufmerksam geworden.

Das Konzept ist grandios:

  • man sucht sich einfach drei Spielzeuge aus dem riesigen Sortiment aus (über 500 Spielzeuge befinden sich derzeit im Angebot für Kinder von 0 bis 12 Jahren)
  • das Spielzeug wird dann kostenlos innerhalb kürzester Zeit geliefert
  • … und das Kind kann dann so lange bzw. so kurz (es gibt keine Zeitbegrenzung) damit spielen, bis es keine Lust mehr hat
  • und dann kann alles wieder kostenfrei zurück geschickt werden (Retoureschein liegt immer bei) und man sucht sich wieder etwas Neues aus (das wird dann verschickt, wenn man das andere Spielzeug bei der Post abgegeben hat)

Ich hatte natürlich sofort Angst, dass uns etwas kaputt geht, ich dann alles bezahlen muss und wir das Spielzeug am Ende ungewollt behalten, ABER – ob Beschädigung oder Verlust, die Haftung übernimmt der Anbieter.

Was mich als kleiner Hygienefanatiker noch interessiert hat, war die Frage nach der Sauberkeit des Spielzeuges. Ich weiß, dass der Schmutz, der am Spielzeug in Kitas, Spielcafés, Spielecken in diversen Lokalitäten, etc. haftet, sicherlich nicht unbedingt meinem Kind schadet oder sie stört, aber manchmal ekelt es mich schon an, wenn ich mitspielen soll und das Spielzeug ist klebrig und mit allerlei „Resten“ von den vorherigen Spielern versehen worden. Das passiert bei der Spielzeugkiste nicht, da alles nach Benutzung profes­sio­nell hy­gie­nisch gereinigt wird. Top!

Unsere Erfahrungen:

Ich habe im Voraus überlegt, ob ich das Spielzeug mit Frieda zusammen aussuchen soll oder einfach bestelle und sie damit überrasche. Jedes Kind ist ja anders, meines hätte bei jedem zweiten der 500 Spielzeuge gesagt, dass sie das haben will, daher habe ich es alleine ausgesucht. Als die Kiste kam, hat Frieda einen Freudentanz um die Kiste aufgeführt und war ganz aufgeregt. In der ersten Kiste waren ein Schiff von Playmobil, Holzklötzer und eine Box mit verschiedenen Musikinstrumenten. Zusätzlich zum Spielzeug waren noch Kleinigkeiten und Zeitschriften für Eltern und Kind – das hat natürlich gleich noch mehr Spaß beim Auspacken gemacht. Frieda fand alles auf Anhieb toll. Jeden Tag, wenn wir aus der Kita kamen, wollte sie mit einem der drei Dinge spielen und hatte wirklich viel Spaß. Nach einiger Zeit ließ dann das Interesse nach und ich entschied, dass es Zeit wäre, alles wieder loszuschicken, womit sie auch einverstanden war. Eigentlich wäre jetzt der Moment gewesen, eine neue Kiste auszusuchen, allerdings waren wir dann familiär bedingt nur noch wenig Zuhause, es kamen die Kitaferien und zig Pakete fürs neue Baby, sodass ich mich dazu entschied, es bei diesem einmaligen ausprobieren zu belassen. Denn – was für andere wahrscheinlich gar kein Problem darstellt, hat mich kirre gemacht: die Kiste für das Spielzeug stand die ganze Zeit irgendwo rum (unsere Wohnung ist nicht riesig und dank baldigem Einzug vom zweiten Kind nicht gerade leerer geworden) und die Menge an Spielzeug in Friedas Zimmer hatte ja durch den Test nicht ab- sondern zugenommen.

Mein Fazit:

Ich bin immer noch begeistert von der Idee hinter der Spielzeugkiste und finde es toll, dass man es durch den Austausch von Spielzeug verhindern kann, dass das Zimmer einem Spielzeughandel gleicht. Auch sind unter den Spielzeugen viele pädagogisch wertvolle Sachen dabei und vor allen Dingen vieles mit einem sehr hohen Neupreis, wenn man die Dinge selber kauft. Dazu kommt, dass Kinder nun einmal nicht ihr gesamtes Spielzeug gleichzeitig bespielen können und viele bestimmt so einiges in ihren Zimmern haben, was kaum benutzt wird, auch hier kann durch die Kiste dann Abhilfe geschaffen werden. Aber leider ist es in unserem Fall so, dass Friedas Zimmer (trotz regelmäßigem ausmisten/verschenken/weggeben) nicht die Kapazitäten hatte, dass die Spielzeugkiste zu meinem „Weniger ist mehr“-Gefühl hätte beitragen können, sondern es nur noch mehr wurde und ich ständig Angst hatte, dass Kleinteile der Bestellung in dem Wust an eigenem Spielzeug untergehen könnte. Ich habe mir die gesamte Testzeit gedacht, dass die Spielzeugkiste eigentlich genau das richtige für uns wäre, wenn wir vorher nicht schon so vieles gehabt hätten.

Ich finde das Konzept dennoch toll und möchte es gerne weiterempfehlen, denn Spielzeug zu verleihen ist wirklich eine schöne Alternative zum ständigen Kauf-Konsum.

Wer jetzt Interesse hat, die Spielzeugkiste selber einmal auszuprobieren, kann sich eine aus den vier Spielzeugflatrates (ab 4,99 €) auswählen und dann aus der Vielzahl an Spielzeug auswählen.

Übrigens:

Ist doch einmal etwas dabei, auf das euer Kind nicht mehr verzichten will und ihr wollt es nicht im Laden für viel Geld nachkaufen, gewährt MeineSpielzeugkiste bis zu 70% Rabatt auf den Kauf.

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit MeineSpielzeugkiste.de‎. Vielen Dank für die Bereitstellung des Spielzeugs.

Sommerloch // Kurzes Lebenszeichen

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Mit Kleinkind und kleinem Babybauch

Dass ich mit Kind studiere, wissen die meisten wohl mittlerweile und wahrscheinlich auch, dass das zweite Kind nun unterwegs ist. In einem Gastpost bei Stadt Land Mama habe ich darüber geschrieben, wie sich das Studium mit Kind vereinbaren lässt – in meinem Fall!! Pauschal kann man wahrscheinlich nicht immer von Vereinbarung sprechen, denn jedes Studium und jede Familiensituation ist anders.

Für mich geht es jetzt zurück an die Abschlussarbeit, bald ist es geschafft!

:*

Sommerloch

Dank Kitaferien und nahender Abgabe meiner Examensarbeit, muss ich mir auf die Finger hauen und werde hier erst wieder schreiben, wenn ich dafür wirklich auch Zeit habe.

Also, bis bald und wer hin und wieder mal ein Bild von uns sehen will, kann ja zu Instagram rüberhüpfen.

:*

Oh, wie schön ist Dänemark!

Bereits als Kind haben meine Eltern mit mir Urlaub in Dänemark gemacht. Ich kann mich noch daran erinnern, dass es meist sehr lustig zuging, weil wir uns mit anderen Freunden das Haus teilten. Dazu gab es einen Swimmingpool und einen Whirlpool im Haus, was natürlich den Spaßfaktor enorm erhöht hat. Außerdem erinnere ich mich an viel zu sahniges Softeis mit reichlich Schokostreuseln, an Ausflüge in Freizeitparks und natürlich an Legoland. Es war wirklich immer eine schöne Zeit, nicht zuletzt, weil meine Eltern auch entspannt waren und sich von ihren anstrengenden Jobs mal ausruhen konnten. In Dänemark habe ich sogar eine langjährige Brieffreundin gefunden. Sehr schöne Erinnerungen.

Lange war ich dann nicht dort, bis auf einen kurzen Kopenhagen-Besuch und einen Tagesausflug mit der Fähre – das ist von Rostock ja ein Katzensprung.

Als Friedi etwas älter als ein Jahr alt war, sind wir mit meinen Eltern für zwei Wochen im Sommer nach Dänemark. Wir haben ein großes Haus in der Einöde gemietet und es war perfekt. Wahrscheinlich ist es nicht für jeden nachvollziehbar, warum wir den  weiten Weg an die Nordseeküste in Kauf nehmen, wo wir doch nur 15 Minuten von der schönen Ostseeküste entfernt wohnen. Es ist eben so ganz anders als bei uns. Es gab einfach gar keine Ablenkung, nur Ruhe, Zeit zum Lesen und sogar das Stricken habe ich damals dank meiner Mama angefangen. Was aber am besten war – das Haus hatte eine umzäunte, windgeschützte Terrasse mit großem Sandkasten. Frieda war total ausgeglichen, obwohl sie noch bis zu dem Abend vor der Abreise ganz schwierige Launen hatte, sich gerne schreiend auf den Boden schmiss (vorwiegend in der Öffentlichkeit) und eine fragwürdige Phase zu haben schien. Kaum im Ferienhaus angekommen, ging es ihr gut. Auch hier lag es bestimmt mit daran, dass wir entspannter waren. Es gab einfach keine Ablenkungen, wir mussten nichts planen und lebten in den Tag hinein. Die Zeit verging viel zu schnell und gerne wären wir damals noch länger geblieben.

Als wir in diesem Jahr spontan (mit einem Musiker lässt es sich nicht lange im Voraus planen) ein Urlaubsziel aussuchten, wollten wir eigentlich gerne nochmal zu dritt ins Warme fliegen. Aber je näher die Zeit heranrückte und je dicker mein Bauch wurde, desto mehr sehnte ich mich nach Abkühlung, wenig Bewegung und Ruhe. Mein Mann schlug dann Dänemark vor und wenige Wochen später kamen wir nach 7 Stunden Fahrt vollbeladen in unserem Ferienhaus an.

Dieses Mal nicht ganz so abgelegen, dafür nur einen Katzensprung vom Wasser entfernt, liegt unser Haus direkt hinter den Dünen. Und wie vor zwei Jahren ist es wieder Entspannung und Entschleunigung pur. Wir schlafen morgens lange, frühstücken in aller Seelenruhe, spielen mit Frieda, ruhen uns aus, gehen ans Wasser, kochen und gucken kaum auf die Uhr. Es gibt keine Termine, nichts zu erledigen (mal abgesehen von ein bisschen Schreiben für die Examensarbeit) und einfach nur uns. Hier fährt kein Auto vorbei und Frieda rennt glücklich über die Wiesen und am Strand entlang.

Morgen geht es zurück, aber wir kommen wieder. Vielleicht nicht gleich im nächsten Jahr mit Baby, da man doch sehr viel packen muss und die Fahrt sehr weit ist. Aber wir kommen wieder, bestimmt!!