Zwei Schwangerschaften im Vergleich // Teil 2

Während es beim letzten Mal um einen Vergleich des Unwohlbefindens in diesen beiden Schwangerschaften ging, möchte ich heute etwas zu meinen Erfahrungen bei der Arbeit und im Studium schreiben.

Schwangerschaft damals – Studium:

Schwanger wurde ich zwischen der Beendigung meines Bachelor-Studiums und dem Neuanfang in der Sonderpädagogik – ich hatte also Ferien und konnte mich viel auf die faule Haut legen, wir fuhren oft weg und als das Studium begann, war ich schon im 5. Monat und es ging mir gesundheitlich etwas besser, sodass ich das Studium gut bewältigen konnte. Ich besuchte alle Veranstaltungen und zusätzlich bereits einige aus dem 3. Semester, um einen kleinen Vorsprung zu haben, wenn es nachher an das Studium mit Kind ging. Da mir das Glück hold war, kam Frieda am Ende der Wintersemesterferien zur Welt, so hatte ich genug Zeit, Klausuren und Hausarbeiten zu meistern und ein paar Wochen Ruhe einkehren zu lassen, bevor das Semester mit Baby wieder losging.

Als Frieda dann da war, machte ich eine Pause von einigen Wochen und ging dann wieder zu ein paar Vorlesungen und am Ende des Semesters besuchte ich gebündelt Wochenendeseminare. So hatte ich keine Seminare unter der Woche im Semester, sondern erst am Ende, als Frieda „schon“ drei Monate alt war. Das war vielleicht etwas weniger stressig, aber um das Kind mit Milch zu versorgen, war es ein ganz schönes Hin- und Hergefahre und der Papa bekam den geballten Unmut von Frieda ab, weil ich nicht da war. Das waren Gott sei Dank nur kurze Momente, sie kamen ihm aber bestimmt wie eine Ewigkeit vor.

Schwangerschaft damals – Job:

Ich habe neben dem Studium meist als Hostess gearbeitet, bzw. als Promoterin. Dadurch bin ich viel nach Berlin gependelt, da die Jobs dort besser und lukrativer waren. Da es mir mit Beginn der Schwangerschaft nicht besonders gut ging, arbeitete ich kaum noch und hatte meinen letzten Job dieser Art im Spätsommer. Ich habe da bereits gemerkt, dass ich nicht belastbar bin und die Übelkeit die Arbeit unerträglich macht. Also musste ich auf den Zuverdienst verzichten, das ging gut, shoppen machte mir mit Babybauch eh nicht so viel Spaß.

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Schwangerschaft heute – Studium:

Da ich nun auch endlich mal am Ende des Studiums angekommen bin, habe ich zum Glück kaum noch Lehrveranstaltungen. Als ich schwanger wurde, steckte ich gerade in meinem letzten Praktikum und bin so manches Mal fast vom Stuhl gekippt vor lauter Müdigkeit. Auch die Übelkeit hat es nicht besser gemacht und so waren meinen Unterrichtsstunden bestimmt nicht gerade ein Paradebeispiel für guten Unterricht, mehr ging aber leider nicht. Die Hausarbeiten in den nachfolgenden Semesterferien zogen sich in die Länge – Danke an die Müdigkeit. Aber sie wurden fertig und ich konnte mit meiner Examensarbeit beginnen. Ich habe mir für die Fertigstellung ein zeitliches Ziel gesetzt und wenn ich fertig mit meiner Prokrastination (so ein Blog will schließlich geführt werden) bin, schaffe ich das auch.

Bis zur Geburt habe ich noch gut drei Monate und in denen habe ich mir einiges vorgenommen, denn Anfang nächsten Jahres sind meine mündlichen Abschlussprüfungen, die auch vorbereitet sein wollen. Ich hoffe also, dass auch unser zweites Kind so lieb wie das erste ist. Sind diese Prüfungen dann auch geschafft, habe ich ein paar Monate richtige Mama-Baby-Zeit, bis das Referendariat losgeht.

Mal sehen, ob das alles so klappt.

Schwangerschaft heute – Job:

Vor einigen Monaten hatte ich noch einen Nebenjob und als ich übermütig allen von der Schwangerschaft erzählte, erfuhr ich, dass es sich mit dem Job jetzt erledigt hat. Mein Arbeitgeber hat nämlich (Oh! Zufall!) meinen Vertrag nicht verlängert und so stand ich ab Mai ohne Job da. Tja, nicht sehr Schwangerschafts-freundlich dieser Arbeitgeber, aber nicht zu ändern. Dafür blieb etwas mehr Zeit für Familie, Freunde und das Studium. Auch gut.

Und beim nächsten Mal wird es um die Reaktionen in der Familie und im Freundes- und Bekanntenkreis gehen.

 

Wochenende in Bildern // Zeit für Freunde

Das letzte Wochenende stand im Zeichen der Freundschaft. Denn circa zwei Mal im Jahr sehe ich meine drei lieben Freundinnen, die ich noch aus der Schule kenne. Wir leben alle an unterschiedlichen Orten und treffen uns immer abwechselnd bei einem Zuhause. In diesem Sommer war Dresden an der Reihe, wie gut, dass Friedi und ich sowieso gerade hier sind, der Weg ist nämlich ziemlich weit.

Am Freitagabend trudelten wir alle langsam bei einer Freundin ein und quatschten, aßen und freuten uns, endlich wieder beieinander zu sein.

Samstag starteten wir mit einem leckeren Frühstück und planten den weiteren Ablauf des Tages.

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Danach ging es bei schönstem Wetter auf den Flohmarkt am Elbufer.

Gefunden haben wir nichts und es ging weiter in die Neustadt, wo wir durch die Straßen bummelten.

Dann wurde Torte und Eis genascht und viel gequatscht.

Und weiter durch die Läden, wo ich frustriert zusah, wie die anderen Klamotten anprobierten und mir natürlich nichts passte und alles doof aussah. Also schnell weiter.

Nach einer kurzen Verschnaufpause sind wir an der Elbe entlang zu einer Sommerwirtschaft. Da ich den Mädels schon lange in den Ohren hing, wie kaputt ich doch sei, wurde ich auf dem Rad geschoben, war sicherlich ein toller Anblick.

Angekommen zeigte sich, dass wir noch ca. 1 Milliarde Treppen zur Wirtschaft aufsteigen müssen. Ich jammerte laut vor mich hin.

Irgendwann waren wir oben und trafen dort Freunde und Bekannte, mit denen wir eine schöne Zeit hatten.

Danach ging es an der Elbe zurück zur Wohnung und ich ließ mich bald abholen und fiel todmüde ins Bett.

Am nächsten Morgen waren alle bei meinen Eltern zum Frühstück eingeladen. Wir bereiteten alles vor, Friedi aß ihr erstes Eis (sind ja Ferien) und half dem Opa beim Servietten falten.

Während wir warteten, wurde noch schnell ein bisschen gelesen und gespielt.

Dann trudelten alle ein und wir verbrachten einen schönen Vormittag, bevor alle wieder nach Hause fuhren.

Nach einer späten Mittagsruhe versuchte ich ein bisschen mit meiner Examensarbeit voran zu kommen, Frieda bastelte mit Oma und Opa und aß ihr zweites Eis, weil ja Ferien sind…

… und wir aßen spät Abendbrot und lümmelten uns dann alle vier mit einem Eis auf die Couch.

Und schon war das schöne Wochenende vorbei, meine Freundinnen mussten heute wieder arbeiten und wir dürfen noch etwas Urlaub machen.

Bei Geborgen Wachsen gibt es wie immer noch mehr Wochenenden zu bestaunen.

Habt eine schöne Woche!!

Zwei Schwangerschaften im Vergleich // Teil 1

Ich lese immer gerne mit, wie es anderen Frauen so in ihren Schwangerschaften ergangen ist und möchte nun auch eine kleine Reihe starten, in der ich mal verschiedene Aspekte der Schwangerschaften vergleiche. Den Anfang macht heute mein persönliches Befinden.

Schwangerschaft damals:

IMG_2741Als ich erfuhr, dass ich mit Friedi schwanger bin, war ich in in der 6. Schwangerschaftswoche und fühlte mich richtig wohl in meiner Haut. Irgendwann saß ich bei meiner Frauenärztin und las in einem Artikel, dass ein Schwangerschaftsmythos besagt, dass Übelkeit in der Schwangerschaft auf ein Mädchen hindeuten könnte (ist natürlich alles Quatsch). Und ich saß da so und dachte ganz naiv bei mir: „Hoffentlich wird mir schlecht und das Baby ist ein Mädchen!“

Nach etwa einer Woche ging die Sch**** los, mir wurde übel, aber so richtig. Ich ließ mir das Essen regelmäßig durch den Kopf gehen, hatte ständig das Gefühl, dass es gleich wieder los geht. Appetit hatte ich keinen und essen wollte ich schon gar nicht. Wir fuhren nach Italien in den Urlaub und obwohl ich Spaghetti und Pizza liebe, war das essen für mich eine Qual. Egal was ich versuchte, nichts half. Ich nahm Nausema, verschiedene Globuli, trank Ingwertee in rauen Mengen (ich hasse Ingwer), aß morgens im Bett Zwieback und trockene Kekse, usw. Auch Vomex probierte ich aus, schlief dann ca. 6 Stunden und danach war mir wieder übel. Meine damalige Hebamme setzte zwei Dauer-Akkupressur-Nadeln am Handgelenk. Das half aber auch nicht. Irgendwann ab der 16. Woche wurde es tatsächlich besser, zugenommen hatte ich bis dahin kaum, aber dann konnte ich wieder halbwegs normal essen… bis einige Wochen später das Sodbrennen einsetzte und ich wieder das Essen hochholte. Ich sah schrecklich aus, ständig platzten mir zig Äderchen im Gesicht, ich hatte unreine Haut und alles war voller Pickel. Ich fühlte mich also nicht nur bescheiden, ich sah auch so aus. Gegen das Sodbrennen nahm ich Maloxaan und Rennie, da die Hausmittelchen es nur noch schlimmer machten.

Anfangs war natürlich die obligatorische Müdigkeit, aber es waren Semesterferien und ich konnte viel liegen. Am Ende kamen Schmerzen in den Rippen dazu, aber es waren wieder Ferien und ich lag viel. Ich wusste, dass das alles normal ist und es vielen Frauen sehr viel schlechter geht und nach 41 Wochen war der Spuk dann auch vorbei.

Schwangerschaft heute:

SAMSUNG CSCVon der jetzigen Schwangerschaft wusste ich etwas früher als bei Friedi, so früh, dass mir der Schwangerschaftsrechner im Internet die Frage stellte, ob ich die Daten richtig eingegeben hätte. Einige Wochen davor hatte ich auf Littleyears, einem meiner Lieblings-Blogs, einen Artikel zu den Hilfsmitteln gegen Schwangerschaftsübelkeit gelesen und einfach mal gespeichert. Ich habe dieses Mal gehofft und gehofft und gehofft, dass es nicht wieder losgeht mit der Übelkeit.

Ich war gerade im letzten Praktikum, mir fielen die Augen im Unterricht vor Erschöpfung und Müdigkeit zu und langsam machte sich ein flaues Gefühl im Magen breit und breiter. Ich lutschte dieses Mal Ingwertabletten und hatte das Gefühl, dass sie helfen würden. Als ich mir irgendwann eine Tablette nach der anderen nehmen musste, war mir klar, dass es schlimmer wird. Aus dem flauen Gefühl entwickelte sich eine hartnäckige Übelkeit. Ich nahm wieder Nausema, versuchte Nux Vomica Globuli, aß kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt und merkte, dass es mir genau in diesen Momenten gut ging. Es war zum verrückt werden, denn kaum hörte ich auf zu essen, wurde mir wieder speiübel. Die Ärztin attestierte mir eine Hyperemesis gravidarum, also schweres Schwangerschaftserbrechen. Aber es war wie bei Friedi, ich erbrach nicht ständig, hatte aber ununterbrochen das Gefühl, dass alles wieder rauswill, nur nicht beim essen. Dementsprechend nahm ich dieses Mal sehr schnell zu. Die Übelkeit war viel schlimmer als damals und schon beim Gedanken an Essen und Trinken wurde es unerträglich. Die ganzen Mittelchen halfen nicht. Es gab Tage, da trank ich nur ein paar Schlucke Wasser, weil mich das trinken so anekelte. Alles auf der Liste probierte ich aus und belas mich irgendwann zu dem „Wundermittel“ Agyrax. Vomex schloss ich von vornherein aus, denn noch mehr Müdigkeit konnte ich nicht gebrauchen. Agyrax wird in Internetforen als DAS Mittel gegen die Übelkeit gefeiert, ist aber nicht in Deutschland erhältlich. Das macht natürlich viele Frauen skeptisch. Aber ich habe wirklich sehr viel gelesen, mit meiner Hebamme und meiner Ärztin gesprochen. Diese hatte sich auch nochmal genau informiert und mir dann ihr OK gegeben. Ich bestellte also eine Packung in Belgien und wenige Tage später war es da.

Und ja, es half. Aber nein, nicht vollständig. Meine Übelkeit wurde ja immer über den Tag schlimmer und erreichte am Abend und in der Nacht ihren Höhepunkt. Die Tabletten schwächten die Übelkeit dann ab und ich fühlte mich etwas wohler. Das war schon viel wert. Dennoch hoffte ich weiterhin darauf, dass es nach 12 Wochen aufhört oder vielleicht nach 16 Wochen oder irgendwann danach. Aber nein. Ich bin jetzt am Ende der 27. Woche und sie ist noch immer mein täglicher Begleiter, aber nicht mehr so stark wie am Anfang. Mal ist es besser, mal schlechter und gepaart mit dem Sodbrennen hänge ich ab und an immer noch über der Schüssel.

!!! Was mir dieses Mal aber wirklich temporär gut geholfen hat, war Akupunktur. Meine Hebamme setzte dafür mehrere Nadeln an verschiedene Punkte und ich ging alle 2-4 Tage zur ihr, um den „Spaß“ wieder mitzumachen. Es half auf jeden Fall. Mal mehr, mal weniger, manchmal hatte ich für einige Stunden das Gefühl, es sei ganz weg.

Auch gegen Ischias-Schmerzen hat meine Hebamme Akupunktur eingesetzt und es hat ebenfalls geholfen.

Seit ich wieder Sodbrennen habe, ist es mit der Übelkeit wie damals. Dieses Mal habe ich auch schon auf Haferflocken rumgekaut, warme Milch getrunken, versucht etliche Dinge von meinem Speiseplan fernzuhalten, aber viel bleibt dann auch wirklich nicht übrig. Also nehme ich mal Heilerde Kapseln, mal Bullrich-Salz Tabletten (wenn ich die nicht schnell genug schlucke, geht die Würgerei los, weil die sich sehr schnell auflösen und abscheulich schmecken) und aus der Apotheke gab es Gaviscon, davon kann man sich ein Beutelchen in den Mund drücken. In meinem Fall muss mann auch dann schnell gegen den Brechreiz ankämpfen, weil das Zeug pervers schmeckt und geholfen hat es bisher nicht wirklich.

Irgendwie fühle ich mich in den Schwangerschaften immer wie krank, zu dem ganzen Tablettengedöns gegen Übelkeit und Sodbrennen (ohne das ich aber auch alt ausgesehen hätte), nehme ich noch Magnesium gegen die regelmäßigen Übungswehen (war damals auch so) und ein Präparat mit Nahrungsergänzungsmitteln, empfohlen von meiner Ärztin, da ich es nicht schaffe, mich zu 100% ausgewogen und gesund zu ernähren, dank oben genannter Gründe.

ABER: das sind meine persönlichen Erfahrungen, jeder empfindet die Schwangerschaft anders, manche haben gar nichts, manche finden das alles nicht so schlimm und manchen geht es sehr, sehr viel schlechter.

Fazit: Ich sehne die 40. Woche in Schwangerschaften herbei und bin einfach froh darüber, zu wissen, dass es irgendwann vorbei geht und sich der ganze „Wahnsinn“ lohnt. 

Beim nächsten Mal wird es einen kleinen Vergleich zum Thema Job und Studium geben.

Wochenende in Bildern

Ich mache auch mal wieder mit, weil ich auch so gerne bei Geborgen Wachsen am Montagmorgen lese, was viele so am Wochenende gemacht haben.

Unser (sonniges und warmes) Wochenende begann schon Freitagfrüh, da wir nach einer anstrengenden Woche entschieden haben, dass Friedi nicht zur Kita geht und wir ans Wasser fahren. Vorm Strandbesuch machte uns mein Mann Pancakes, die wir bei schönem Wetter auf dem Balkon genossen haben. Danach ging es ans Wasser, wie gut, dass wir so viele schöne Strände in unmittelbarer Nähe haben.

Auf dem Rückweg schlief Frieda ein und das bedeutete, dass es ein langer Abend werden konnte. Also fuhr ich mit ihr am Abend nochmal ans Wasser, wo der Papa einen Auftritt hatte. Wir aßen gut, blieben lange und Friedi war ein Sonnenschein, tanzte und genoss die Musik.

Am Samstag schliefen wir lange und da wir noch auf einer Taufe eingeladen waren und ich noch immer keine Geschenke dafür hatte, mussten wir noch in die Stadt, wo es noch ein schnelles Frühstück gab und ich mein Bauchwachstum schnell dokumentierte.

Wir waren danach viel zu spät dran und mussten zusehen, dass wir rechtzeitig zur Kirche kamen. Die Taufe der beiden Kinder war in einer süßen Dorfkirche im kleineren Kreise. Für mich die erste Taufe und Frieda war auch ganz angetan. Mein Mann war natürlich nicht dabei, da er im Sommer an den Wochenenden meist arbeitet, aber ich war ja nicht allein ;).

Anschließend wurde bei unseren Freunden auf dem Bauernhof geschlemmt, die Kinder spielten und Frieda war wie immer zufrieden, wenn wir dort sind. Sie liebt die Tiere dort, kann frei herum laufen und es gibt immer leckeres Essen. Schnell fand sie auch eine Spielgefährtin und die beiden waren glücklich zusammen. Bilder habe ich irgendwie nur vom selbstgemachten Essen gemacht.

Am Abend wurde es sehr spät und so schliefen wir auch am Sonntag lange und starteten dann in einen Tag voller Essen. Zuerst gossen wir aber Blumen, da es tatsächlich auch mal bei uns an der Küste richtig warm ist. Anschließend gab es Friedis Lieblingsfrühstück, erst Haferbrei und dann aufgebackene Croissants (ein Traum). Wir machten Eierlikörkuchen, bauten den zweiten Kinderstuhl auf, spielten mit dem Bauernhof und Friedi badete auf dem Balkon in der Kinderbadewanne. Am Abend machte mein Mann mit der gerade erst erworbenen Fritteuse normale- und Süßkartoffelpommes. Lecker.

Eigentlich wollten wir heute auch ans Meer, aber es war so schön, einfach mal Zeit zuhause zu haben, ein paar Sachen zu erledigen, zu schlemmen und keinen Zeitdruck zu haben.

Heute Nacht erwarten wir noch Besuch von meinen Eltern und das heißt, dass Friedi morgen wieder nicht in die Kita geht und sich verwöhnen lassen kann.

Wenn ihr euch auch andere Wochenenden in Bildern ansehen wollt, geht es hier entlang.

Habt eine schöne Woche!

Geburt Nr. 1, Angst vor Nr. 2

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In den letzten Wochen der ersten Schwangerschaft hatte ich richtige Panik, dass ich alleine bei der Geburt sein werde, da mein Mann als Musiker nicht einfach von der Bildfläche einer Veranstaltung verschwinden kann. Würde er bei der Geburt nicht dabei sein, würde ich ziemlich alt aussehen, denn in unserem Krankenhaus gibt es keine vorher auserkorenen Beleghebammen und die Hebammen, die zur Verfügung stehen, leiden unter chronischem Zeitmangel. Rostock gehört mit zu den größten Geburtskliniken Deutschlands, dementsprechend ist dort immer Betrieb und häufig keine Zeit, um als Hebamme stundenlang an der Seite der Frauen zu weilen und mit zu hecheln.

Nachdem wir nun 40 Wochen auf unser erstes Kind warteten, verstrich Tag um Tag nach dem errechneten Termin und es passierte: nichts. Am Wochenende durfte ich dann zum CTG in den Kreißsaal und bin leicht traumatisiert wieder raus, durfte ich doch akustisch schon mal einer Geburt beiwohnen. Eine Woche nach dem Termin kamen meine Eltern zur seelischen Unterstützung. Meine Mama kochte eines meiner Lieblingsgerichte und goss dazu ein kleines Glas Rotwein ein, anschließend wurde mir ein heißes Bad verordnet. Nachdem mein Mann um 2 Uhr nachts von der Arbeit kam, begannen kurze Zeit später die Wehen. Er war wohl gerade eingeschlafen, als ich zu pusten begann. Auf seine Nachfrage, was los sei, antwortete ich, dass er weiterschlafen solle, schließlich würden wir heute Eltern. Das war’s dann auch mit seinem Schlaf und wir zählten die Minuten zwischen den Wehen. Rasch wurden es immer weniger und wir wollten uns leise durchs Gästezimmer ins Krankenhaus schleichen. Da hatten wir die Rechnung ohne meine Mama gemacht (mein Papa hat einen gesegneten Schlaf), die sofort hochschreckte und von der Sekunde an mitlitt. Arme Mama. So hatte ich mir das nicht für sie gewünscht. Wir blieben noch, bis meine Eltern meinem Mann ein Lunchpaket fertig gemacht hatten, konnte ja schließlich ein langer Tag werden. Derweil wurde mir der Rücken liebevoll massiert, was dem Schmerz jedoch keinen Einhalt gebot. Auf der Treppe drehte ich mich zum Abschied noch einmal zu meiner Mama um und fragte, ob es noch schlimmer werden würde… sie weinte nur. Ich hatte fast von der ersten Wehe an Rückenwehen, ein Gefühl, für das sich mir eine Metapher ins Hirn gebrannt hat – es war wie eine Axt in den Rücken gehauen zu bekommen,… immer und immer wieder (das muss jetzt niemandem Angst machen, empfindet ja schließlich jeder die Schmerzen anders). Die Wehen waren schon zuhause nur mit 1-1/2 minütigen Pausen und die Autofahrt Gott sei Dank kurz. Um 6:30 Uhr kamen wir im Krankenhaus an und um 11:30 wurde unser Töchterchen geboren. Was in diesen 5 Stunden alles so passiert ist, möchte ich gar nicht genauer beschreiben, denn im Internet gibt es genügend detaillierte Geburtsberichte, mit denen man sich alles bildlich vorstellen kann. Nur soviel, es war so, wie eine Geburt gerne sein darf, ohne Komplikationen und mögliche Eingriffe.

Und genau deswegen hörte ich danach meistens: „Das ging ja schnell“, „Hast du ein Glück“, „Mensch, besser geht’s doch gar nicht“, „Kurz ist doch besser als so lang“, „Dann war es ja nicht so schlimm“ und ich dachte nur jedes Mal: „Wie bitte?????“. Ich konnte es nicht glauben, das soll nun schon das Gelbe vom Ei gewesen sein? Auch wenn ich mich nicht mehr an Einzelheiten erinnere, so habe ich noch immer genau dieses Axt-Bild im Kopf. Das soll nicht heißen, dass ich nicht unendlich dankbar dafür bin, dass die Geburt komplikationslos war. Man hört ja so Einiges und ich weiß, dass eine Spontangeburt ohne Komplikationen leider nicht jeder Frau vergönnt ist…aber dieser Schmerz ohne wirkliche Pausen.

Als ich dann in dieser Schwangerschaft anfing,  über die Geburt nachzudenken, dachte ich ziemlich schnell an einen Wunschkaiserschnitt und freundete mich mehr und mehr mit diesem Gedanken an, las im Internet, unterhielt mich mit Frauen, die einen Kaiserschnitt hatten und sprach mit meiner Frauenärztin und Hebamme. Das war auf jeden Fall eine äußerst interessante Zeit, denn Verständnis kam eigentlich nur von meinem Mann, meiner Mama und meiner Oma, Akzeptanz von der Frauenärztin und Hebamme und einigen Freundinnen und gleichzeitig genauso viel Unverständnis für diese Entscheidung von Freunden und Bekannten. Mit allzu vielen wollte ich darüber eigentlich gar nicht sprechen, aber es passierte eben doch (ich bin einfach ein Schnatterinchen) und ich musste mich rechtfertigen. Irgendwann begann ich sogar zu hoffen, dass unser zweites Kind falsch herum liegen würde und ich zwangsweise einen Kaiserschnitt bekommen könnte, nur, um mich nicht mehr erklären zu müssen (obwohl es vielleicht ja auch noch Befürworter für die äußere Wendung gibt). Ich wollte es wirklich, akzeptierte, dass ich danach außer Gefecht gesetzt sein würde, eine Narbe davontrage und nahm auch die möglichen Komplikationen und Nachwirkungen eines Kaiserschnitts hin. Alles nur, um  keine natürliche Geburt durchstehen zu müssen, bei der auch einiges schief laufen kann – davon muss ich wohl nicht erst anfangen und wenn mir jetzt einer was von Anpassungsstörungen und Stillschwierigkeiten erzählt, kenne ich genügend Fälle, wo es auch bei einer normalen Geburt zu einigen Startschwierigkeiten kam. Außerdem ist so ein Kaiserschnitt planbar und auch, wenn gerade das viele nicht verstehen können – es macht mir einfach Angst, dass ich vielleicht alleine mit unserer 3-jährigen Tochter zuhause bin und die Geburt losgeht. Weder haben wir unsere Eltern in unmittelbarer Nähe, noch steht eine Freundin immer sofort zur Stelle, um mich in den Kreißsaal zu fahren und zeitgleich jemand, um die Kinderbetreuung zu übernehmen. Das möchte ich so alles auch gar nicht, ich möchte gerne meinen Mann dabei haben und ihm nicht später von der Geburt erzählen müssen (als würde man sich so genau erinnern). Ich will in diesen Stunden nicht alleine sein und ich will die ersten Momente mit unserem Kind nicht mit der Ärztin und der Hebamme teilen, nein, will ich alles nicht. Und genau deswegen verstehe ich Frauen, die ihre Geburt gerne geplant wissen.

Natürlich kann das Baby sich trotzdem früher ankündigen oder alles anders kommen, aber es kann auch alles klappen und man legt sich freiwillig auf den OP-Tisch (wo zumindest aus meinem Umfeld auch einige Frauen trotz beginnender normaler Geburt hinmussten, weil es eben zu Komplikationen kam).

ABER, es kam jetzt erst einmal doch anders. Ich habe eine Weile nicht mehr darüber gesprochen und auch gar nicht viel über die Geburt nachgedacht und irgendwann kam das Gefühl in mir hoch, dass ich das schaffen kann, weil es eben zu schaffen ist, weil ich es schon einmal geschafft habe und irgendwie auch wieder (ohne Kaiserschnitt) schaffen will. Und deswegen warte ich nun ab und hoffe, dass das alles schon wird. Meine Nachbarn haben sich bereit erklärt, Frieda egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, zu übernehmen. Ich habe einige Freundinnen, die auf jeden Fall gerne mitkommen würden in den Kreißsaal, ich kann den Notarzt anrufen, wenn ich hier nicht anders wegkomme und meine Eltern könnten innerhalb von zwei Stunden bei uns sein.

Und wenn das zweite Kind auch so lieb ist, wie das erste, dann wartet es ab, bis der Papa von der Arbeit kommt. Hoffentlich.

 

Meilenstein-Karten // eine Geschenk-Idee zur Geburt

Ich glaube, dass wir uns gerade beim zweiten Kind schwer an die exakten Momente erinnern werden, von denen man später wissen will, wann sie passiert sind (erstes Mal Brei essen, erstes Sitzen, erstes Mal „Mama/Papa“ sagen, etc.). Bei Frieda schreibe ich immer noch alles in Bücher, aber ob ich auch beim Geschwisterchen so hinterher sein werde, wage ich zu bezweifeln. Versuchen werde ich es natürlich. Ein Nachteil beim Aufschreiben ist jedoch das fehlende Bild dazu – ich habe zwar ein Datum, aber wie klein/groß sie zu dem Zeitpunkt war, weiß ich nicht mehr, stelle aber immer wieder fest, dass ich es gerne festgehalten hätte. Da kommen die Meilenstein-Karten ins Spiel. Als Trend aus Amerika schwappten sie vor einiger Zeit auch zu uns herüber und kennen tun sie mittlerweile wohl viele. Es handelt sich dabei um Karten, die mit unterschiedlichen Aussagen zu den „ersten Malen“ neben die Babys gelegt werden, um dann alles zusammen auf einem Foto festzuhalten. So kann man sich auch noch nach vielen Jahren an diese unwiederbringlichen Momente erinnern.

Mittlerweile gibt es neben dem Klassiker auch schöne schlichtere Alternativen im Internet zu finden. Mein absoluter Favorit sind die wunderschönen Karten von blick7. Aufmerksam wurde ich auf den Shop durch das inspirierende Instagram-Profil von der sympathischen Annette. Dass sie einen tollen Stil hat, fällt sofort auf, wenn man sich durch die Fotos scrollt und was sie selbst kreiert, trifft voll und ganz meinen Geschmack. Wie gut, dass sie auch einen Dawanda-Shop hat, in dem man ausgewählte Produkte von ihr findet. Neben schönen Kalligrafien gibt es dort z.B. auch personalisierbare Babyposter oder ein tolles Schwangerschaftstagebuch

… und eben die wunderschönen Baby Meilensteinkarten. Das Set beinhaltet 28 Karten mit den verschiedenen Angaben wie „Heute bin ich 1 Woche alt“, „Heute habe ich das erste Mal gelacht“ oder „Heute habe ich mich das erste Mal freihändig hingestellt“ uvm. Außerdem ist auf den Karten auch Platz für persönliche Notizen und man muss sie natürlich nicht zwingend für ein Foto neben das Baby legen, sondern kann sie z.B. auch in ein Album kleben. Geliefert werden die Karten in einem von Hand bestempelten Baumwollsäckchen. Mal ehrlich, schreit das nicht alles förmlich nach dem perfekten Geschenk zur Geburt? Außerdem gibt es die Karten jetzt auch für Zwillinge, was ich bisher bei keinem anderen Shop gefunden habe.

Ich werde mich dank dieser tollen Karten nun beim zweiten Kind bestimmt besser an diese tollen Momente erinnern und bin mir sicher, dass sich viele werdende Eltern über dieses Geschenk freuen würden! Und wer mehr von Annette lesen will, findet hier ihren Blog.

Bildrechte: blick7 bei dawanda.com

Bahn und Auto mit Kind

Für mein Studium bin ich an die Küste – 2 Autostunden entfernt von meinen Eltern gezogen und nun leben wir dort immer noch, zu dritt, bald hoffentlich zu viert. Meine Eltern und Schwiegereltern wollte ich nach Friedis Geburt natürlich trotzdem weiterhin sehen und so traute ich mich irgendwann mit Babyschale auf dem Beifahrersitz auf die Autobahn. Vor der ersten Fahrt hatte ich richtig Bammel, schließlich kann man ja schlecht mal eben auf der Autobahn anhalten, auch will man ja irgendwann ankommen und so eine Fahrt verzögert sich ungemein, wenn man alle 15-20 Minuten Pausen macht. Ich hoffte das Beste und es klappte super. Das mag auch an Friedis Gemüt gelegen haben, aber sie schlief fast die gesamte Strecke und wenn nicht, guckte sie sich um und dann waren wir auch schon da. Damals war sie wohl 2 oder 3 Monate alt und bis heute sind Autofahrten meist kein Problem. Mit meinem Mann hört sie Musik oder sie gucken sich Schilder am Straßenrand an, denn auch der Weg zu seinen Eltern ist 2 Stunden lang. Bei mir wird Bibi Blocksberg gehört und werden Gummitierchen gefuttert. Sitzen tut Frieda übrigens seit dem ersten Geburtstag im Reboarder Cybex Sirona, zuvor im klassischen Maxi Cosi. So fuhr sie rückwärts sitzend bis zum letzten Sommer, dann wurde er in der Variante zu klein und wir richteten ihn nach vorn. Seitdem wir ein zweites Auto haben, sitzt sie wahlweise im Sirona oder Pallas M-fix von Cybex. Beide Sitze verfügen über einen Fangkörper, sodass das Kind bei einem Frontalaufprall wie durch einen Airbag vor Halswirbelverletzungen geschützt wird. Der Pallas M-fix wächst mit und ist so bis zum 11. Lebensjahr nutzbar. Beide Sitze sind zwar kostenintensiver als manch anderer Sitz, haben uns bisher aber einfach überzeugt. Wir würden gerade den Cybex Sirona trotz der hohen Anschaffungskosten immer wieder nehmen, da er so früh nutzbar ist (ab Geburt) und spätestens dann eine sichere Variante, wenn der Maxi Cosi zu klein geworden ist.

Weil ich erst seit kurzem ein eigenes Auto habe, sind wir in den ersten Jahren auch sehr viel Bahn gefahren. Wenn Probleme auftraten, dann nur, weil die Bahn einfach nicht optimal auf Kinder eingestellt ist. So kam ich oft nicht mit dem Kinderwagen durch die Gänge, musste auf dem Boden sitzen, weil alles belegt war oder es gab zwar ein Abteil für Eltern mit Kind, das dann aber maßlos überfüllt war. Von den Zuständen auf den Bahnhöfen fange ich erst gar nicht an. Aber dagegen kann man nichts machen. Gute Erfahrungen habe ich damit gemacht, immer dann loszufahren, wenn Friedi noch eine Mahlzeit essen sollte und dann müde wurde. So habe ich sie im Zug gefüttert und danach in die Tragehilfe oder in die Babyschale gelegt. Mit welcher Tragevariante ich am besten klar kam, könnt ihr hier nochmal nachlesen. War sie in der Tragehilfe, bin ich so lange rumgelaufen, bis sie einschlief. In der Babyschale habe ich sie auf dem Sitz hin- und hergeschaukelt, das hat gut geklappt. Je älter sie wurde, desto mehr Beschäftigung wurde nötig. Abgesehen von kleinen Snacks und Getränken, hatte ich unter anderem Steckspiele (sehr schöne gibt es bei Grimms), Bücher oder Magnetspiele wie dieses hier von Haba oder auch mal was Quietschbuntes mit Musik dabei. Sehr schön fand ich diese Blumen, die Friedas Oma ihr geschenkt hat. In verschiedenen Einstellungen können Töne erzeugt oder Melodien angehört werden. Bewährt haben sich Dinge, die nicht am Ende in tausend Einzelteilen auf dem Boden liegen. Bei längeren Fahrten haben wir auch geknetet und gemalt. Dafür habe ich die kleinen Play Dough Packungen und kleine Stifte mit kleinem Block dabei. Schlüsselwort: klein, damit alles in die Tasche passt. Ich habe sogar mal angefangen ein Quiet Book zu nähen, man kann sie aber auch bei Dawanda kaufen. Quiet Books sind “liebevoll gestaltete Stoffbücher für Kinder mit vielen kleinen beweglichen Details, mit denen sich die Kinder ganz allein beschäftigen können (und dann sind sie erstmal ruhig, daher der Name „quiet book“ (magazin.snaply.de).

 

Und wie ist das bei euch – fahren eure Kinder gerne mit dem Auto oder Zug?

 

Bildrechte: amazon.de, cybex-online.com, www.grimms.eu