Herzensangelegenheit

Zu lange habe ich nichts geschrieben. Gründe gab es genügend. Mal sehen, wie ich wieder zum regelmäßigen Blog-schreiben finde. Vielleicht hiermit:

Vor ein paar Wochen bin ich über Facebook auf den Blog „Cancer is an Asshole-eine Familie lebt mit Papas Krabbe“ gestoßen. Die Geschichte von Ines und ihrer Familie hat mich sehr berührt. Auch wenn mir täglich ähnliche Schicksale bei Facebook angezeigt werden (durch das Abonnement der DKMS), die mich betroffen machen, hat mich das was ich gelesen habe anders berührt. Ines schreibt über die unheilbare Krebserkrankung ihres Mannes und den möglichen Zeitgewinn für ihn und ihre Familie, wenn bald ein geeigneter Stammzellen-Spender gefunden wird. Bisher wurde kein Spender gefunden und das, obwohl die Registrierung so einfach und eine eventuelle Spende nur ein kurzes Prozedere ist, im Vergleich zu dem, was die Betroffenen an Behandlung durchmachen.

Daher auch hier noch einmal ein kleiner Aufruf – Lasst Euch registrieren! Dazu muss man lediglich auf die Internetseite der DKMS gehen und sich als Spender registrieren. Nach der Registrierung geht es wie folgt weiter (Auszug der DKMS-Internetseite):

Innerhalb weniger Tage erhalten Sie per Post das DKMS-Registrierungs-Set. Füllen Sie die Formulare aus und machen Sie mit den beigelegten Wattestäbchen zwei Abstriche von Ihrer Wangenschleimhaut. Schicken Sie das Set anschließend wieder per Post an uns zurück. Im DKMS Life Science Lab in Dresden, einer Tochterorganisation der DKMS, analysieren wir Ihre Gewebemerkmale und speichern die Ergebnisse in unserer Datenbank. Gleichzeitig übermitteln wir Ihre Gewebemerkmale in anonymisierter Form an das ZKRD Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland in Ulm. Auf diese Weise stehen Sie ab sofort als Spender für Patienten auf der ganzen Welt zur Verfügung. Sie bleiben automatisch bis zu Ihrem 61. Lebensjahr in unserer Datei registriert.

Nach unserer Erfahrung kommt es bei höchstens fünf von hundert potenziellen Stammzellspendern innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einer Stammzellspende. Für junge Spender beträgt die Wahrscheinlichkeit etwa 1 Prozent innerhalb des ersten Jahres nach der Typisierung. Doch was passiert, wenn Ihre Gewebemerkmale tatsächlich passen?

Gesundheitscheck und Bestätigungstypisierung – Confirmatory Typing (CT)
Sie erhalten einen ausführlichen Gesundheitsfragebogen, damit mögliche aktuelle Ausschlusskriterien für eine Spende frühzeitig erkannt werden können. Anschließend erfolgt eine Bestätigungstypisierung (CT), bei der Ihre Gewebemerkmale anhand einer weiteren Blutprobe nochmals analysiert werden. Die CT kann z. B. bei Ihrem Hausarzt erfolgen. Des Weiteren wird Ihr Blut auf bestimmte Infektionserreger wie z.B. HIV oder Hepatitisviren geprüft. Anhand dieser Ergebnisse wird entschieden, ob Sie zu hundert Prozent der passende Spender für Ihren Patienten sind.

Weder mein Mann noch ich konnten in den letzten 8 Jahren, in denen wir registriert waren, spenden – ABER eine Kommilitonin von mir kam bereits als Spenderin in Frage, ist das nicht toll!!

Kommt es zur Stammzellenspende, läuft diese wie folgt ab (Auszug der DKMS-Internetseite):

PERIPHERE STAMMZELLSPENDE

In ca. 80 Prozent der Fälle werden die Stammzellen aus der Blutbahn entnommen. Dem Spender wird über fünf Tage hinweg der Wachstumsfaktor G-CSF verabreicht. Dieses Medikament steigert die Anzahl der Stammzellen im peripheren Blut, die dann über ein spezielles Verfahren direkt aus dem Blut gewonnen werden. Die Spende dauert 4-8 Stunden an ein bis zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Es ist keine Operation notwendig, Sie können die Klinik meist am gleichen Tag wieder verlassen. Dieses Verfahren wird bei der DKMS seit 1996 angewandt. Während der Gabe des Medikaments können grippeähnliche Symptome auftreten. Langzeitnebenwirkungen sind nach dem heutigen Forschungsstand nicht bekannt.

KNOCHENMARKSPENDE

Bei dieser Methode wird dem Spender unter Vollnarkose mit einer Punktionsnadel aus dem Beckenkamm Knochenmark (nicht Rückenmark!) entnommen. Hierbei genügen in der Regel zwei kleine Einschnitte im Bereich des hinteren Beckenknochens. Die dabei entstehenden Wunden sind so klein, dass sie nur mit wenigen Stichen oder oft überhaupt nicht genäht werden müssen und rasch verheilen. Die Entnahme erfolgt in Bauchlage und dauert etwa 60 Minuten. Bei der Knochenmarkspende beschränkt sich das Risiko im Wesentlichen auf die Narkose. Aus dem Beckenkamm werden ca. 5 Prozent des Knochenmarks entnommen. In der Regel regeneriert sich das Knochenmark beim Spender innerhalb von 2 bis 4 Wochen vollständig. Es kann ein lokaler Wundschmerz auftreten, ähnlich dem einer Prellung. Nur in seltenen Fällen kann es zu länger anhaltenden Schmerzen kommen. Der Aufenthalt im Krankenhaus dauert insgesamt drei Tage. In den meisten Fällen erfolgt als Vorsichtsmaßnahme eine Krankschreibung für einige Tage.

Die Art der Entnahme richtet sich nach dem gesundheitlichen Zustand des Patienten. Natürlich versuchen wir, Ihre Wünsche zu berücksichtigen. Jedoch kann abhängig von der Situation des Patienten eine Methode aus medizinischen Gründen ausgeschlossen oder bevorzugt werden. Grundsätzlich sollten Sie zu beiden Methoden bereit sein.

Also, hier noch einmal die Bitte, lasst euch registrieren, es ist so einfach und kann ein Leben retten oder einer Familie einfach mehr Zeit schenken, um gemeinsam dieses eine Leben zu leben!!

Oh, wie schön ist Dänemark!

Bereits als Kind haben meine Eltern mit mir Urlaub in Dänemark gemacht. Ich kann mich noch daran erinnern, dass es meist sehr lustig zuging, weil wir uns mit anderen Freunden das Haus teilten. Dazu gab es einen Swimmingpool und einen Whirlpool im Haus, was natürlich den Spaßfaktor enorm erhöht hat. Außerdem erinnere ich mich an viel zu sahniges Softeis mit reichlich Schokostreuseln, an Ausflüge in Freizeitparks und natürlich an Legoland. Es war wirklich immer eine schöne Zeit, nicht zuletzt, weil meine Eltern auch entspannt waren und sich von ihren anstrengenden Jobs mal ausruhen konnten. In Dänemark habe ich sogar eine langjährige Brieffreundin gefunden. Sehr schöne Erinnerungen.

Lange war ich dann nicht dort, bis auf einen kurzen Kopenhagen-Besuch und einen Tagesausflug mit der Fähre – das ist von Rostock ja ein Katzensprung.

Als Friedi etwas älter als ein Jahr alt war, sind wir mit meinen Eltern für zwei Wochen im Sommer nach Dänemark. Wir haben ein großes Haus in der Einöde gemietet und es war perfekt. Wahrscheinlich ist es nicht für jeden nachvollziehbar, warum wir den  weiten Weg an die Nordseeküste in Kauf nehmen, wo wir doch nur 15 Minuten von der schönen Ostseeküste entfernt wohnen. Es ist eben so ganz anders als bei uns. Es gab einfach gar keine Ablenkung, nur Ruhe, Zeit zum Lesen und sogar das Stricken habe ich damals dank meiner Mama angefangen. Was aber am besten war – das Haus hatte eine umzäunte, windgeschützte Terrasse mit großem Sandkasten. Frieda war total ausgeglichen, obwohl sie noch bis zu dem Abend vor der Abreise ganz schwierige Launen hatte, sich gerne schreiend auf den Boden schmiss (vorwiegend in der Öffentlichkeit) und eine fragwürdige Phase zu haben schien. Kaum im Ferienhaus angekommen, ging es ihr gut. Auch hier lag es bestimmt mit daran, dass wir entspannter waren. Es gab einfach keine Ablenkungen, wir mussten nichts planen und lebten in den Tag hinein. Die Zeit verging viel zu schnell und gerne wären wir damals noch länger geblieben.

Als wir in diesem Jahr spontan (mit einem Musiker lässt es sich nicht lange im Voraus planen) ein Urlaubsziel aussuchten, wollten wir eigentlich gerne nochmal zu dritt ins Warme fliegen. Aber je näher die Zeit heranrückte und je dicker mein Bauch wurde, desto mehr sehnte ich mich nach Abkühlung, wenig Bewegung und Ruhe. Mein Mann schlug dann Dänemark vor und wenige Wochen später kamen wir nach 7 Stunden Fahrt vollbeladen in unserem Ferienhaus an.

Dieses Mal nicht ganz so abgelegen, dafür nur einen Katzensprung vom Wasser entfernt, liegt unser Haus direkt hinter den Dünen. Und wie vor zwei Jahren ist es wieder Entspannung und Entschleunigung pur. Wir schlafen morgens lange, frühstücken in aller Seelenruhe, spielen mit Frieda, ruhen uns aus, gehen ans Wasser, kochen und gucken kaum auf die Uhr. Es gibt keine Termine, nichts zu erledigen (mal abgesehen von ein bisschen Schreiben für die Examensarbeit) und einfach nur uns. Hier fährt kein Auto vorbei und Frieda rennt glücklich über die Wiesen und am Strand entlang.

Morgen geht es zurück, aber wir kommen wieder. Vielleicht nicht gleich im nächsten Jahr mit Baby, da man doch sehr viel packen muss und die Fahrt sehr weit ist. Aber wir kommen wieder, bestimmt!!

Wochenende in Bildern // Zeit für Freunde

Das letzte Wochenende stand im Zeichen der Freundschaft. Denn circa zwei Mal im Jahr sehe ich meine drei lieben Freundinnen, die ich noch aus der Schule kenne. Wir leben alle an unterschiedlichen Orten und treffen uns immer abwechselnd bei einem Zuhause. In diesem Sommer war Dresden an der Reihe, wie gut, dass Friedi und ich sowieso gerade hier sind, der Weg ist nämlich ziemlich weit.

Am Freitagabend trudelten wir alle langsam bei einer Freundin ein und quatschten, aßen und freuten uns, endlich wieder beieinander zu sein.

Samstag starteten wir mit einem leckeren Frühstück und planten den weiteren Ablauf des Tages.

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Danach ging es bei schönstem Wetter auf den Flohmarkt am Elbufer.

Gefunden haben wir nichts und es ging weiter in die Neustadt, wo wir durch die Straßen bummelten.

Dann wurde Torte und Eis genascht und viel gequatscht.

Und weiter durch die Läden, wo ich frustriert zusah, wie die anderen Klamotten anprobierten und mir natürlich nichts passte und alles doof aussah. Also schnell weiter.

Nach einer kurzen Verschnaufpause sind wir an der Elbe entlang zu einer Sommerwirtschaft. Da ich den Mädels schon lange in den Ohren hing, wie kaputt ich doch sei, wurde ich auf dem Rad geschoben, war sicherlich ein toller Anblick.

Angekommen zeigte sich, dass wir noch ca. 1 Milliarde Treppen zur Wirtschaft aufsteigen müssen. Ich jammerte laut vor mich hin.

Irgendwann waren wir oben und trafen dort Freunde und Bekannte, mit denen wir eine schöne Zeit hatten.

Danach ging es an der Elbe zurück zur Wohnung und ich ließ mich bald abholen und fiel todmüde ins Bett.

Am nächsten Morgen waren alle bei meinen Eltern zum Frühstück eingeladen. Wir bereiteten alles vor, Friedi aß ihr erstes Eis (sind ja Ferien) und half dem Opa beim Servietten falten.

Während wir warteten, wurde noch schnell ein bisschen gelesen und gespielt.

Dann trudelten alle ein und wir verbrachten einen schönen Vormittag, bevor alle wieder nach Hause fuhren.

Nach einer späten Mittagsruhe versuchte ich ein bisschen mit meiner Examensarbeit voran zu kommen, Frieda bastelte mit Oma und Opa und aß ihr zweites Eis, weil ja Ferien sind…

… und wir aßen spät Abendbrot und lümmelten uns dann alle vier mit einem Eis auf die Couch.

Und schon war das schöne Wochenende vorbei, meine Freundinnen mussten heute wieder arbeiten und wir dürfen noch etwas Urlaub machen.

Bei Geborgen Wachsen gibt es wie immer noch mehr Wochenenden zu bestaunen.

Habt eine schöne Woche!!

Zwei Schwangerschaften im Vergleich // Teil 1

Ich lese immer gerne mit, wie es anderen Frauen so in ihren Schwangerschaften ergangen ist und möchte nun auch eine kleine Reihe starten, in der ich mal verschiedene Aspekte der Schwangerschaften vergleiche. Den Anfang macht heute mein persönliches Befinden.

Schwangerschaft damals:

IMG_2741Als ich erfuhr, dass ich mit Friedi schwanger bin, war ich in in der 6. Schwangerschaftswoche und fühlte mich richtig wohl in meiner Haut. Irgendwann saß ich bei meiner Frauenärztin und las in einem Artikel, dass ein Schwangerschaftsmythos besagt, dass Übelkeit in der Schwangerschaft auf ein Mädchen hindeuten könnte (ist natürlich alles Quatsch). Und ich saß da so und dachte ganz naiv bei mir: „Hoffentlich wird mir schlecht und das Baby ist ein Mädchen!“

Nach etwa einer Woche ging die Sch**** los, mir wurde übel, aber so richtig. Ich ließ mir das Essen regelmäßig durch den Kopf gehen, hatte ständig das Gefühl, dass es gleich wieder los geht. Appetit hatte ich keinen und essen wollte ich schon gar nicht. Wir fuhren nach Italien in den Urlaub und obwohl ich Spaghetti und Pizza liebe, war das essen für mich eine Qual. Egal was ich versuchte, nichts half. Ich nahm Nausema, verschiedene Globuli, trank Ingwertee in rauen Mengen (ich hasse Ingwer), aß morgens im Bett Zwieback und trockene Kekse, usw. Auch Vomex probierte ich aus, schlief dann ca. 6 Stunden und danach war mir wieder übel. Meine damalige Hebamme setzte zwei Dauer-Akkupressur-Nadeln am Handgelenk. Das half aber auch nicht. Irgendwann ab der 16. Woche wurde es tatsächlich besser, zugenommen hatte ich bis dahin kaum, aber dann konnte ich wieder halbwegs normal essen… bis einige Wochen später das Sodbrennen einsetzte und ich wieder das Essen hochholte. Ich sah schrecklich aus, ständig platzten mir zig Äderchen im Gesicht, ich hatte unreine Haut und alles war voller Pickel. Ich fühlte mich also nicht nur bescheiden, ich sah auch so aus. Gegen das Sodbrennen nahm ich Maloxaan und Rennie, da die Hausmittelchen es nur noch schlimmer machten.

Anfangs war natürlich die obligatorische Müdigkeit, aber es waren Semesterferien und ich konnte viel liegen. Am Ende kamen Schmerzen in den Rippen dazu, aber es waren wieder Ferien und ich lag viel. Ich wusste, dass das alles normal ist und es vielen Frauen sehr viel schlechter geht und nach 41 Wochen war der Spuk dann auch vorbei.

Schwangerschaft heute:

SAMSUNG CSCVon der jetzigen Schwangerschaft wusste ich etwas früher als bei Friedi, so früh, dass mir der Schwangerschaftsrechner im Internet die Frage stellte, ob ich die Daten richtig eingegeben hätte. Einige Wochen davor hatte ich auf Littleyears, einem meiner Lieblings-Blogs, einen Artikel zu den Hilfsmitteln gegen Schwangerschaftsübelkeit gelesen und einfach mal gespeichert. Ich habe dieses Mal gehofft und gehofft und gehofft, dass es nicht wieder losgeht mit der Übelkeit.

Ich war gerade im letzten Praktikum, mir fielen die Augen im Unterricht vor Erschöpfung und Müdigkeit zu und langsam machte sich ein flaues Gefühl im Magen breit und breiter. Ich lutschte dieses Mal Ingwertabletten und hatte das Gefühl, dass sie helfen würden. Als ich mir irgendwann eine Tablette nach der anderen nehmen musste, war mir klar, dass es schlimmer wird. Aus dem flauen Gefühl entwickelte sich eine hartnäckige Übelkeit. Ich nahm wieder Nausema, versuchte Nux Vomica Globuli, aß kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt und merkte, dass es mir genau in diesen Momenten gut ging. Es war zum verrückt werden, denn kaum hörte ich auf zu essen, wurde mir wieder speiübel. Die Ärztin attestierte mir eine Hyperemesis gravidarum, also schweres Schwangerschaftserbrechen. Aber es war wie bei Friedi, ich erbrach nicht ständig, hatte aber ununterbrochen das Gefühl, dass alles wieder rauswill, nur nicht beim essen. Dementsprechend nahm ich dieses Mal sehr schnell zu. Die Übelkeit war viel schlimmer als damals und schon beim Gedanken an Essen und Trinken wurde es unerträglich. Die ganzen Mittelchen halfen nicht. Es gab Tage, da trank ich nur ein paar Schlucke Wasser, weil mich das trinken so anekelte. Alles auf der Liste probierte ich aus und belas mich irgendwann zu dem „Wundermittel“ Agyrax. Vomex schloss ich von vornherein aus, denn noch mehr Müdigkeit konnte ich nicht gebrauchen. Agyrax wird in Internetforen als DAS Mittel gegen die Übelkeit gefeiert, ist aber nicht in Deutschland erhältlich. Das macht natürlich viele Frauen skeptisch. Aber ich habe wirklich sehr viel gelesen, mit meiner Hebamme und meiner Ärztin gesprochen. Diese hatte sich auch nochmal genau informiert und mir dann ihr OK gegeben. Ich bestellte also eine Packung in Belgien und wenige Tage später war es da.

Und ja, es half. Aber nein, nicht vollständig. Meine Übelkeit wurde ja immer über den Tag schlimmer und erreichte am Abend und in der Nacht ihren Höhepunkt. Die Tabletten schwächten die Übelkeit dann ab und ich fühlte mich etwas wohler. Das war schon viel wert. Dennoch hoffte ich weiterhin darauf, dass es nach 12 Wochen aufhört oder vielleicht nach 16 Wochen oder irgendwann danach. Aber nein. Ich bin jetzt am Ende der 27. Woche und sie ist noch immer mein täglicher Begleiter, aber nicht mehr so stark wie am Anfang. Mal ist es besser, mal schlechter und gepaart mit dem Sodbrennen hänge ich ab und an immer noch über der Schüssel.

!!! Was mir dieses Mal aber wirklich temporär gut geholfen hat, war Akupunktur. Meine Hebamme setzte dafür mehrere Nadeln an verschiedene Punkte und ich ging alle 2-4 Tage zur ihr, um den „Spaß“ wieder mitzumachen. Es half auf jeden Fall. Mal mehr, mal weniger, manchmal hatte ich für einige Stunden das Gefühl, es sei ganz weg.

Auch gegen Ischias-Schmerzen hat meine Hebamme Akupunktur eingesetzt und es hat ebenfalls geholfen.

Seit ich wieder Sodbrennen habe, ist es mit der Übelkeit wie damals. Dieses Mal habe ich auch schon auf Haferflocken rumgekaut, warme Milch getrunken, versucht etliche Dinge von meinem Speiseplan fernzuhalten, aber viel bleibt dann auch wirklich nicht übrig. Also nehme ich mal Heilerde Kapseln, mal Bullrich-Salz Tabletten (wenn ich die nicht schnell genug schlucke, geht die Würgerei los, weil die sich sehr schnell auflösen und abscheulich schmecken) und aus der Apotheke gab es Gaviscon, davon kann man sich ein Beutelchen in den Mund drücken. In meinem Fall muss mann auch dann schnell gegen den Brechreiz ankämpfen, weil das Zeug pervers schmeckt und geholfen hat es bisher nicht wirklich.

Irgendwie fühle ich mich in den Schwangerschaften immer wie krank, zu dem ganzen Tablettengedöns gegen Übelkeit und Sodbrennen (ohne das ich aber auch alt ausgesehen hätte), nehme ich noch Magnesium gegen die regelmäßigen Übungswehen (war damals auch so) und ein Präparat mit Nahrungsergänzungsmitteln, empfohlen von meiner Ärztin, da ich es nicht schaffe, mich zu 100% ausgewogen und gesund zu ernähren, dank oben genannter Gründe.

ABER: das sind meine persönlichen Erfahrungen, jeder empfindet die Schwangerschaft anders, manche haben gar nichts, manche finden das alles nicht so schlimm und manchen geht es sehr, sehr viel schlechter.

Fazit: Ich sehne die 40. Woche in Schwangerschaften herbei und bin einfach froh darüber, zu wissen, dass es irgendwann vorbei geht und sich der ganze „Wahnsinn“ lohnt. 

Beim nächsten Mal wird es einen kleinen Vergleich zum Thema Job und Studium geben.

Wochenende in Bildern

Ich mache auch mal wieder mit, weil ich auch so gerne bei Geborgen Wachsen am Montagmorgen lese, was viele so am Wochenende gemacht haben.

Unser (sonniges und warmes) Wochenende begann schon Freitagfrüh, da wir nach einer anstrengenden Woche entschieden haben, dass Friedi nicht zur Kita geht und wir ans Wasser fahren. Vorm Strandbesuch machte uns mein Mann Pancakes, die wir bei schönem Wetter auf dem Balkon genossen haben. Danach ging es ans Wasser, wie gut, dass wir so viele schöne Strände in unmittelbarer Nähe haben.

Auf dem Rückweg schlief Frieda ein und das bedeutete, dass es ein langer Abend werden konnte. Also fuhr ich mit ihr am Abend nochmal ans Wasser, wo der Papa einen Auftritt hatte. Wir aßen gut, blieben lange und Friedi war ein Sonnenschein, tanzte und genoss die Musik.

Am Samstag schliefen wir lange und da wir noch auf einer Taufe eingeladen waren und ich noch immer keine Geschenke dafür hatte, mussten wir noch in die Stadt, wo es noch ein schnelles Frühstück gab und ich mein Bauchwachstum schnell dokumentierte.

Wir waren danach viel zu spät dran und mussten zusehen, dass wir rechtzeitig zur Kirche kamen. Die Taufe der beiden Kinder war in einer süßen Dorfkirche im kleineren Kreise. Für mich die erste Taufe und Frieda war auch ganz angetan. Mein Mann war natürlich nicht dabei, da er im Sommer an den Wochenenden meist arbeitet, aber ich war ja nicht allein ;).

Anschließend wurde bei unseren Freunden auf dem Bauernhof geschlemmt, die Kinder spielten und Frieda war wie immer zufrieden, wenn wir dort sind. Sie liebt die Tiere dort, kann frei herum laufen und es gibt immer leckeres Essen. Schnell fand sie auch eine Spielgefährtin und die beiden waren glücklich zusammen. Bilder habe ich irgendwie nur vom selbstgemachten Essen gemacht.

Am Abend wurde es sehr spät und so schliefen wir auch am Sonntag lange und starteten dann in einen Tag voller Essen. Zuerst gossen wir aber Blumen, da es tatsächlich auch mal bei uns an der Küste richtig warm ist. Anschließend gab es Friedis Lieblingsfrühstück, erst Haferbrei und dann aufgebackene Croissants (ein Traum). Wir machten Eierlikörkuchen, bauten den zweiten Kinderstuhl auf, spielten mit dem Bauernhof und Friedi badete auf dem Balkon in der Kinderbadewanne. Am Abend machte mein Mann mit der gerade erst erworbenen Fritteuse normale- und Süßkartoffelpommes. Lecker.

Eigentlich wollten wir heute auch ans Meer, aber es war so schön, einfach mal Zeit zuhause zu haben, ein paar Sachen zu erledigen, zu schlemmen und keinen Zeitdruck zu haben.

Heute Nacht erwarten wir noch Besuch von meinen Eltern und das heißt, dass Friedi morgen wieder nicht in die Kita geht und sich verwöhnen lassen kann.

Wenn ihr euch auch andere Wochenenden in Bildern ansehen wollt, geht es hier entlang.

Habt eine schöne Woche!

Geburt Nr. 1, Angst vor Nr. 2

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In den letzten Wochen der ersten Schwangerschaft hatte ich richtige Panik, dass ich alleine bei der Geburt sein werde, da mein Mann als Musiker nicht einfach von der Bildfläche einer Veranstaltung verschwinden kann. Würde er bei der Geburt nicht dabei sein, würde ich ziemlich alt aussehen, denn in unserem Krankenhaus gibt es keine vorher auserkorenen Beleghebammen und die Hebammen, die zur Verfügung stehen, leiden unter chronischem Zeitmangel. Rostock gehört mit zu den größten Geburtskliniken Deutschlands, dementsprechend ist dort immer Betrieb und häufig keine Zeit, um als Hebamme stundenlang an der Seite der Frauen zu weilen und mit zu hecheln.

Nachdem wir nun 40 Wochen auf unser erstes Kind warteten, verstrich Tag um Tag nach dem errechneten Termin und es passierte: nichts. Am Wochenende durfte ich dann zum CTG in den Kreißsaal und bin leicht traumatisiert wieder raus, durfte ich doch akustisch schon mal einer Geburt beiwohnen. Eine Woche nach dem Termin kamen meine Eltern zur seelischen Unterstützung. Meine Mama kochte eines meiner Lieblingsgerichte und goss dazu ein kleines Glas Rotwein ein, anschließend wurde mir ein heißes Bad verordnet. Nachdem mein Mann um 2 Uhr nachts von der Arbeit kam, begannen kurze Zeit später die Wehen. Er war wohl gerade eingeschlafen, als ich zu pusten begann. Auf seine Nachfrage, was los sei, antwortete ich, dass er weiterschlafen solle, schließlich würden wir heute Eltern. Das war’s dann auch mit seinem Schlaf und wir zählten die Minuten zwischen den Wehen. Rasch wurden es immer weniger und wir wollten uns leise durchs Gästezimmer ins Krankenhaus schleichen. Da hatten wir die Rechnung ohne meine Mama gemacht (mein Papa hat einen gesegneten Schlaf), die sofort hochschreckte und von der Sekunde an mitlitt. Arme Mama. So hatte ich mir das nicht für sie gewünscht. Wir blieben noch, bis meine Eltern meinem Mann ein Lunchpaket fertig gemacht hatten, konnte ja schließlich ein langer Tag werden. Derweil wurde mir der Rücken liebevoll massiert, was dem Schmerz jedoch keinen Einhalt gebot. Auf der Treppe drehte ich mich zum Abschied noch einmal zu meiner Mama um und fragte, ob es noch schlimmer werden würde… sie weinte nur. Ich hatte fast von der ersten Wehe an Rückenwehen, ein Gefühl, für das sich mir eine Metapher ins Hirn gebrannt hat – es war wie eine Axt in den Rücken gehauen zu bekommen,… immer und immer wieder (das muss jetzt niemandem Angst machen, empfindet ja schließlich jeder die Schmerzen anders). Die Wehen waren schon zuhause nur mit 1-1/2 minütigen Pausen und die Autofahrt Gott sei Dank kurz. Um 6:30 Uhr kamen wir im Krankenhaus an und um 11:30 wurde unser Töchterchen geboren. Was in diesen 5 Stunden alles so passiert ist, möchte ich gar nicht genauer beschreiben, denn im Internet gibt es genügend detaillierte Geburtsberichte, mit denen man sich alles bildlich vorstellen kann. Nur soviel, es war so, wie eine Geburt gerne sein darf, ohne Komplikationen und mögliche Eingriffe.

Und genau deswegen hörte ich danach meistens: „Das ging ja schnell“, „Hast du ein Glück“, „Mensch, besser geht’s doch gar nicht“, „Kurz ist doch besser als so lang“, „Dann war es ja nicht so schlimm“ und ich dachte nur jedes Mal: „Wie bitte?????“. Ich konnte es nicht glauben, das soll nun schon das Gelbe vom Ei gewesen sein? Auch wenn ich mich nicht mehr an Einzelheiten erinnere, so habe ich noch immer genau dieses Axt-Bild im Kopf. Das soll nicht heißen, dass ich nicht unendlich dankbar dafür bin, dass die Geburt komplikationslos war. Man hört ja so Einiges und ich weiß, dass eine Spontangeburt ohne Komplikationen leider nicht jeder Frau vergönnt ist…aber dieser Schmerz ohne wirkliche Pausen.

Als ich dann in dieser Schwangerschaft anfing,  über die Geburt nachzudenken, dachte ich ziemlich schnell an einen Wunschkaiserschnitt und freundete mich mehr und mehr mit diesem Gedanken an, las im Internet, unterhielt mich mit Frauen, die einen Kaiserschnitt hatten und sprach mit meiner Frauenärztin und Hebamme. Das war auf jeden Fall eine äußerst interessante Zeit, denn Verständnis kam eigentlich nur von meinem Mann, meiner Mama und meiner Oma, Akzeptanz von der Frauenärztin und Hebamme und einigen Freundinnen und gleichzeitig genauso viel Unverständnis für diese Entscheidung von Freunden und Bekannten. Mit allzu vielen wollte ich darüber eigentlich gar nicht sprechen, aber es passierte eben doch (ich bin einfach ein Schnatterinchen) und ich musste mich rechtfertigen. Irgendwann begann ich sogar zu hoffen, dass unser zweites Kind falsch herum liegen würde und ich zwangsweise einen Kaiserschnitt bekommen könnte, nur, um mich nicht mehr erklären zu müssen (obwohl es vielleicht ja auch noch Befürworter für die äußere Wendung gibt). Ich wollte es wirklich, akzeptierte, dass ich danach außer Gefecht gesetzt sein würde, eine Narbe davontrage und nahm auch die möglichen Komplikationen und Nachwirkungen eines Kaiserschnitts hin. Alles nur, um  keine natürliche Geburt durchstehen zu müssen, bei der auch einiges schief laufen kann – davon muss ich wohl nicht erst anfangen und wenn mir jetzt einer was von Anpassungsstörungen und Stillschwierigkeiten erzählt, kenne ich genügend Fälle, wo es auch bei einer normalen Geburt zu einigen Startschwierigkeiten kam. Außerdem ist so ein Kaiserschnitt planbar und auch, wenn gerade das viele nicht verstehen können – es macht mir einfach Angst, dass ich vielleicht alleine mit unserer 3-jährigen Tochter zuhause bin und die Geburt losgeht. Weder haben wir unsere Eltern in unmittelbarer Nähe, noch steht eine Freundin immer sofort zur Stelle, um mich in den Kreißsaal zu fahren und zeitgleich jemand, um die Kinderbetreuung zu übernehmen. Das möchte ich so alles auch gar nicht, ich möchte gerne meinen Mann dabei haben und ihm nicht später von der Geburt erzählen müssen (als würde man sich so genau erinnern). Ich will in diesen Stunden nicht alleine sein und ich will die ersten Momente mit unserem Kind nicht mit der Ärztin und der Hebamme teilen, nein, will ich alles nicht. Und genau deswegen verstehe ich Frauen, die ihre Geburt gerne geplant wissen.

Natürlich kann das Baby sich trotzdem früher ankündigen oder alles anders kommen, aber es kann auch alles klappen und man legt sich freiwillig auf den OP-Tisch (wo zumindest aus meinem Umfeld auch einige Frauen trotz beginnender normaler Geburt hinmussten, weil es eben zu Komplikationen kam).

ABER, es kam jetzt erst einmal doch anders. Ich habe eine Weile nicht mehr darüber gesprochen und auch gar nicht viel über die Geburt nachgedacht und irgendwann kam das Gefühl in mir hoch, dass ich das schaffen kann, weil es eben zu schaffen ist, weil ich es schon einmal geschafft habe und irgendwie auch wieder (ohne Kaiserschnitt) schaffen will. Und deswegen warte ich nun ab und hoffe, dass das alles schon wird. Meine Nachbarn haben sich bereit erklärt, Frieda egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, zu übernehmen. Ich habe einige Freundinnen, die auf jeden Fall gerne mitkommen würden in den Kreißsaal, ich kann den Notarzt anrufen, wenn ich hier nicht anders wegkomme und meine Eltern könnten innerhalb von zwei Stunden bei uns sein.

Und wenn das zweite Kind auch so lieb ist, wie das erste, dann wartet es ab, bis der Papa von der Arbeit kommt. Hoffentlich.

 

Krankhaftes Ausmisten oder versuchter Minimalismus

Mit circa 7 Jahren habe ich mal das Hotelzimmer von Freunden meiner Familie aufgeräumt, als ich eigentlich mit deren Kind spielen sollte. Am nächsten Morgen wurde ich von den Eltern beiseite genommen und gebeten, die Finger von ihren Sachen zu lassen.

Viele Jahre später habe ich im Zuge eines Babysitterjobs das Kinderzimmer eines Kindes mal so richtig, richtig aufgeräumt. Die Eltern schienen der Lage nicht mehr Herr zu werden (fand ich), also wurde ich es. Ungefragt. Jedoch blieb es nicht ungesehen und es hagelte keinen Beifall, so viel kann ich sagen.

Als ich mit meinem Mann zusammenzog, wurde aus meiner Aufräum- eine Ausmist-Leidenschaft. Ungewollt wohlgemerkt und ganz langsam. Alles wollte ich damals mitnehmen in unsere gemeinsame Wohnung, doch bei jedem Teil, das ich verpacken wollte, fragte er mich, ob ich sicher sei, dass ich das noch brauche. Also landete ein großer Teil im Müll, wurde verkauft oder verschenkt.

Kaum eingezogen, überkam er mich immer wieder, dieser Drang zur Veränderung. Unsere kleine Wohnung war vollgestopft mit allerlei Krempel und regelmäßig schob ich die Möbelteile wild hin und her. Beim zweiten Umzug 4 Jahre später war bereits unsere Tochter geboren und viel Zeit zum Entrümpeln blieb nicht, das Meiste kam also mit und wieder war da dieser regelmäßige Drang, alles anders machen zu wollen. Doch das Möbel-Rücken alleine machte mich nicht langfristig glücklich. Erst beim dritten Umzug merkte ich, was mir fehlte. Wir zogen von einer großen in eine kleinere Wohnung, es war also klar, dass wir nicht alles mitnehmen konnten. Also flog wieder einiges weg, wurde verkauft oder verschenkt. Weniger ist mehr bekam hier erst eine richtige Bedeutung für mich. Nach und nach verabschiedete ich immer mehr Zeug aus der Wohnung. Manchmal stand ich minutenlang in der Küche und hinterfragte die Daseinsberechtigung jedes einzelnen Teils. Welches dann keine mehr hatte, wurde in eine Kiste gepackt und zum Verschenken bei eBay Kleinanzeigen rein gestellt. Genauso habe ich es in den anderen Zimmern gemacht. War ich mir bei einigen Dingen nicht sicher, legte ich sie beiseite und wartete ab, ob ich sie wieder hervor holte. Geschah das nicht, wurde auch das aussortiert. Wegwerfen will ich das Meiste nur ungern. Zuerst frage ich immer in unserem Freundeskreis und freue mich dann, wenn es auch Abnehmer findet und bei eBay Kleinanzeigen klappt das sowieso super. Vor Kurzem erst habe ich ein ganzes Bücherregal wegrationalisiert. Wozu sollte ich mir Bücher hinstellen, die ich nie wieder lesen würde? Also verkaufte ich einen großen Teil über momox. Mit dem Handy die Strichcodes schnell eingescannt und von Hermes kostenlos abgeholt, gab es noch einen kleinen Zuschuss für die Urlaubskasse. Das Regal fand auch einen Käufer bei eBay und ich fühlte mich gleich irgendwie leichter, außerdem war so durch ein wenig Umstellen Platz für den Nachwuchs geschaffen.

Mit Kleidung handhabe ich das ähnlich. Mittlerweile habe ich auch schon zwei Kleidertauschabende mit Freunden gemacht. Jeder hat seine ausrangierten (aber noch tragbaren) Sachen mitgebracht und es wurde getauscht. Der übriggebliebene Rest ging an einen Verein in der Stadt oder wurde für Geflüchtete gespendet. Man kann seine Kleidung natürlich auch im Internet verkaufen, wenn sie noch gut erhalten ist. Das habe ich bisher über momox-fashion gemacht. Da dort aber keine Basics und abgetragene Sachen genommen werden, habe ich einige Beutel für H&M fertig gemacht. Hier kann man die Sachen (egal in welchem Zustand) tütenweise abgeben und erhält auf den nächsten Einkauf einen Rabatt. Das erscheint natürlich kontraproduktiv, wenn man ausmistet und sich dann gleich etwas Neues holt. Ich habe mir jedoch vorgenommen, den Gutschein für Frieda einzulösen, wenn sie wieder etwas braucht.

Das Krankhafte kommt übrigens immer dann bei mir zum Vorschein, wenn ich bei anderen Leuten den dringenden Wunsch verspüre, zu entmisten. Um das auszuleben, wollte ich mich vor einigen Jahren sogar schon als professionelle Aufräumerin selbstständig machen.

Leider gibt es einen kleinen Haken bei dem ganzen gewünschten Minimalismus, denn unsere Tochter hat dank der Großeltern und Freunden eine riesige Ansammlung an Spielzeug. Den Kampf gegen die Kauferei haben wir mittlerweile aufgegeben, also lege ich oftmals Sachen weg, gebe sie ihr später oder verschenke sie auch einfach an andere Kinder. Außerdem wird auch hier hin und wieder radikal aussortiert und gespendet und landet viel in Kisten und Schrank, damit man den Wahnsinn nicht ständig sieht. Aber darüber in einem anderen Beitrag mehr…

Wenn euch dieses Thema weiter interessiert: Saskia von alovelyjourney hat auch mal einen Selbstversuch in Sachen Minimalismus gestartet und Interessantes zusammengetragen.