Zwei Schwangerschaften im Vergleich // Teil 2

Während es beim letzten Mal um einen Vergleich des Unwohlbefindens in diesen beiden Schwangerschaften ging, möchte ich heute etwas zu meinen Erfahrungen bei der Arbeit und im Studium schreiben.

Schwangerschaft damals – Studium:

Schwanger wurde ich zwischen der Beendigung meines Bachelor-Studiums und dem Neuanfang in der Sonderpädagogik – ich hatte also Ferien und konnte mich viel auf die faule Haut legen, wir fuhren oft weg und als das Studium begann, war ich schon im 5. Monat und es ging mir gesundheitlich etwas besser, sodass ich das Studium gut bewältigen konnte. Ich besuchte alle Veranstaltungen und zusätzlich bereits einige aus dem 3. Semester, um einen kleinen Vorsprung zu haben, wenn es nachher an das Studium mit Kind ging. Da mir das Glück hold war, kam Frieda am Ende der Wintersemesterferien zur Welt, so hatte ich genug Zeit, Klausuren und Hausarbeiten zu meistern und ein paar Wochen Ruhe einkehren zu lassen, bevor das Semester mit Baby wieder losging.

Als Frieda dann da war, machte ich eine Pause von einigen Wochen und ging dann wieder zu ein paar Vorlesungen und am Ende des Semesters besuchte ich gebündelt Wochenendeseminare. So hatte ich keine Seminare unter der Woche im Semester, sondern erst am Ende, als Frieda „schon“ drei Monate alt war. Das war vielleicht etwas weniger stressig, aber um das Kind mit Milch zu versorgen, war es ein ganz schönes Hin- und Hergefahre und der Papa bekam den geballten Unmut von Frieda ab, weil ich nicht da war. Das waren Gott sei Dank nur kurze Momente, sie kamen ihm aber bestimmt wie eine Ewigkeit vor.

Schwangerschaft damals – Job:

Ich habe neben dem Studium meist als Hostess gearbeitet, bzw. als Promoterin. Dadurch bin ich viel nach Berlin gependelt, da die Jobs dort besser und lukrativer waren. Da es mir mit Beginn der Schwangerschaft nicht besonders gut ging, arbeitete ich kaum noch und hatte meinen letzten Job dieser Art im Spätsommer. Ich habe da bereits gemerkt, dass ich nicht belastbar bin und die Übelkeit die Arbeit unerträglich macht. Also musste ich auf den Zuverdienst verzichten, das ging gut, shoppen machte mir mit Babybauch eh nicht so viel Spaß.

•••

Schwangerschaft heute – Studium:

Da ich nun auch endlich mal am Ende des Studiums angekommen bin, habe ich zum Glück kaum noch Lehrveranstaltungen. Als ich schwanger wurde, steckte ich gerade in meinem letzten Praktikum und bin so manches Mal fast vom Stuhl gekippt vor lauter Müdigkeit. Auch die Übelkeit hat es nicht besser gemacht und so waren meinen Unterrichtsstunden bestimmt nicht gerade ein Paradebeispiel für guten Unterricht, mehr ging aber leider nicht. Die Hausarbeiten in den nachfolgenden Semesterferien zogen sich in die Länge – Danke an die Müdigkeit. Aber sie wurden fertig und ich konnte mit meiner Examensarbeit beginnen. Ich habe mir für die Fertigstellung ein zeitliches Ziel gesetzt und wenn ich fertig mit meiner Prokrastination (so ein Blog will schließlich geführt werden) bin, schaffe ich das auch.

Bis zur Geburt habe ich noch gut drei Monate und in denen habe ich mir einiges vorgenommen, denn Anfang nächsten Jahres sind meine mündlichen Abschlussprüfungen, die auch vorbereitet sein wollen. Ich hoffe also, dass auch unser zweites Kind so lieb wie das erste ist. Sind diese Prüfungen dann auch geschafft, habe ich ein paar Monate richtige Mama-Baby-Zeit, bis das Referendariat losgeht.

Mal sehen, ob das alles so klappt.

Schwangerschaft heute – Job:

Vor einigen Monaten hatte ich noch einen Nebenjob und als ich übermütig allen von der Schwangerschaft erzählte, erfuhr ich, dass es sich mit dem Job jetzt erledigt hat. Mein Arbeitgeber hat nämlich (Oh! Zufall!) meinen Vertrag nicht verlängert und so stand ich ab Mai ohne Job da. Tja, nicht sehr Schwangerschafts-freundlich dieser Arbeitgeber, aber nicht zu ändern. Dafür blieb etwas mehr Zeit für Familie, Freunde und das Studium. Auch gut.

Und beim nächsten Mal wird es um die Reaktionen in der Familie und im Freundes- und Bekanntenkreis gehen.

 

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