Sommerloch // Kurzes Lebenszeichen

SAMSUNG CSC

Mit Kleinkind und kleinem Babybauch

Dass ich mit Kind studiere, wissen die meisten wohl mittlerweile und wahrscheinlich auch, dass das zweite Kind nun unterwegs ist. In einem Gastpost bei Stadt Land Mama habe ich darüber geschrieben, wie sich das Studium mit Kind vereinbaren lässt – in meinem Fall!! Pauschal kann man wahrscheinlich nicht immer von Vereinbarung sprechen, denn jedes Studium und jede Familiensituation ist anders.

Für mich geht es jetzt zurück an die Abschlussarbeit, bald ist es geschafft!

:*

Sommerloch

Dank Kitaferien und nahender Abgabe meiner Examensarbeit, muss ich mir auf die Finger hauen und werde hier erst wieder schreiben, wenn ich dafür wirklich auch Zeit habe.

Also, bis bald und wer hin und wieder mal ein Bild von uns sehen will, kann ja zu Instagram rüberhüpfen.

:*

Oh, wie schön ist Dänemark!

Bereits als Kind haben meine Eltern mit mir Urlaub in Dänemark gemacht. Ich kann mich noch daran erinnern, dass es meist sehr lustig zuging, weil wir uns mit anderen Freunden das Haus teilten. Dazu gab es einen Swimmingpool und einen Whirlpool im Haus, was natürlich den Spaßfaktor enorm erhöht hat. Außerdem erinnere ich mich an viel zu sahniges Softeis mit reichlich Schokostreuseln, an Ausflüge in Freizeitparks und natürlich an Legoland. Es war wirklich immer eine schöne Zeit, nicht zuletzt, weil meine Eltern auch entspannt waren und sich von ihren anstrengenden Jobs mal ausruhen konnten. In Dänemark habe ich sogar eine langjährige Brieffreundin gefunden. Sehr schöne Erinnerungen.

Lange war ich dann nicht dort, bis auf einen kurzen Kopenhagen-Besuch und einen Tagesausflug mit der Fähre – das ist von Rostock ja ein Katzensprung.

Als Friedi etwas älter als ein Jahr alt war, sind wir mit meinen Eltern für zwei Wochen im Sommer nach Dänemark. Wir haben ein großes Haus in der Einöde gemietet und es war perfekt. Wahrscheinlich ist es nicht für jeden nachvollziehbar, warum wir den  weiten Weg an die Nordseeküste in Kauf nehmen, wo wir doch nur 15 Minuten von der schönen Ostseeküste entfernt wohnen. Es ist eben so ganz anders als bei uns. Es gab einfach gar keine Ablenkung, nur Ruhe, Zeit zum Lesen und sogar das Stricken habe ich damals dank meiner Mama angefangen. Was aber am besten war – das Haus hatte eine umzäunte, windgeschützte Terrasse mit großem Sandkasten. Frieda war total ausgeglichen, obwohl sie noch bis zu dem Abend vor der Abreise ganz schwierige Launen hatte, sich gerne schreiend auf den Boden schmiss (vorwiegend in der Öffentlichkeit) und eine fragwürdige Phase zu haben schien. Kaum im Ferienhaus angekommen, ging es ihr gut. Auch hier lag es bestimmt mit daran, dass wir entspannter waren. Es gab einfach keine Ablenkungen, wir mussten nichts planen und lebten in den Tag hinein. Die Zeit verging viel zu schnell und gerne wären wir damals noch länger geblieben.

Als wir in diesem Jahr spontan (mit einem Musiker lässt es sich nicht lange im Voraus planen) ein Urlaubsziel aussuchten, wollten wir eigentlich gerne nochmal zu dritt ins Warme fliegen. Aber je näher die Zeit heranrückte und je dicker mein Bauch wurde, desto mehr sehnte ich mich nach Abkühlung, wenig Bewegung und Ruhe. Mein Mann schlug dann Dänemark vor und wenige Wochen später kamen wir nach 7 Stunden Fahrt vollbeladen in unserem Ferienhaus an.

Dieses Mal nicht ganz so abgelegen, dafür nur einen Katzensprung vom Wasser entfernt, liegt unser Haus direkt hinter den Dünen. Und wie vor zwei Jahren ist es wieder Entspannung und Entschleunigung pur. Wir schlafen morgens lange, frühstücken in aller Seelenruhe, spielen mit Frieda, ruhen uns aus, gehen ans Wasser, kochen und gucken kaum auf die Uhr. Es gibt keine Termine, nichts zu erledigen (mal abgesehen von ein bisschen Schreiben für die Examensarbeit) und einfach nur uns. Hier fährt kein Auto vorbei und Frieda rennt glücklich über die Wiesen und am Strand entlang.

Morgen geht es zurück, aber wir kommen wieder. Vielleicht nicht gleich im nächsten Jahr mit Baby, da man doch sehr viel packen muss und die Fahrt sehr weit ist. Aber wir kommen wieder, bestimmt!!

Zwei Schwangerschaften im Vergleich // Teil 2

Während es beim letzten Mal um einen Vergleich des Unwohlbefindens in diesen beiden Schwangerschaften ging, möchte ich heute etwas zu meinen Erfahrungen bei der Arbeit und im Studium schreiben.

Schwangerschaft damals – Studium:

Schwanger wurde ich zwischen der Beendigung meines Bachelor-Studiums und dem Neuanfang in der Sonderpädagogik – ich hatte also Ferien und konnte mich viel auf die faule Haut legen, wir fuhren oft weg und als das Studium begann, war ich schon im 5. Monat und es ging mir gesundheitlich etwas besser, sodass ich das Studium gut bewältigen konnte. Ich besuchte alle Veranstaltungen und zusätzlich bereits einige aus dem 3. Semester, um einen kleinen Vorsprung zu haben, wenn es nachher an das Studium mit Kind ging. Da mir das Glück hold war, kam Frieda am Ende der Wintersemesterferien zur Welt, so hatte ich genug Zeit, Klausuren und Hausarbeiten zu meistern und ein paar Wochen Ruhe einkehren zu lassen, bevor das Semester mit Baby wieder losging.

Als Frieda dann da war, machte ich eine Pause von einigen Wochen und ging dann wieder zu ein paar Vorlesungen und am Ende des Semesters besuchte ich gebündelt Wochenendeseminare. So hatte ich keine Seminare unter der Woche im Semester, sondern erst am Ende, als Frieda „schon“ drei Monate alt war. Das war vielleicht etwas weniger stressig, aber um das Kind mit Milch zu versorgen, war es ein ganz schönes Hin- und Hergefahre und der Papa bekam den geballten Unmut von Frieda ab, weil ich nicht da war. Das waren Gott sei Dank nur kurze Momente, sie kamen ihm aber bestimmt wie eine Ewigkeit vor.

Schwangerschaft damals – Job:

Ich habe neben dem Studium meist als Hostess gearbeitet, bzw. als Promoterin. Dadurch bin ich viel nach Berlin gependelt, da die Jobs dort besser und lukrativer waren. Da es mir mit Beginn der Schwangerschaft nicht besonders gut ging, arbeitete ich kaum noch und hatte meinen letzten Job dieser Art im Spätsommer. Ich habe da bereits gemerkt, dass ich nicht belastbar bin und die Übelkeit die Arbeit unerträglich macht. Also musste ich auf den Zuverdienst verzichten, das ging gut, shoppen machte mir mit Babybauch eh nicht so viel Spaß.

•••

Schwangerschaft heute – Studium:

Da ich nun auch endlich mal am Ende des Studiums angekommen bin, habe ich zum Glück kaum noch Lehrveranstaltungen. Als ich schwanger wurde, steckte ich gerade in meinem letzten Praktikum und bin so manches Mal fast vom Stuhl gekippt vor lauter Müdigkeit. Auch die Übelkeit hat es nicht besser gemacht und so waren meinen Unterrichtsstunden bestimmt nicht gerade ein Paradebeispiel für guten Unterricht, mehr ging aber leider nicht. Die Hausarbeiten in den nachfolgenden Semesterferien zogen sich in die Länge – Danke an die Müdigkeit. Aber sie wurden fertig und ich konnte mit meiner Examensarbeit beginnen. Ich habe mir für die Fertigstellung ein zeitliches Ziel gesetzt und wenn ich fertig mit meiner Prokrastination (so ein Blog will schließlich geführt werden) bin, schaffe ich das auch.

Bis zur Geburt habe ich noch gut drei Monate und in denen habe ich mir einiges vorgenommen, denn Anfang nächsten Jahres sind meine mündlichen Abschlussprüfungen, die auch vorbereitet sein wollen. Ich hoffe also, dass auch unser zweites Kind so lieb wie das erste ist. Sind diese Prüfungen dann auch geschafft, habe ich ein paar Monate richtige Mama-Baby-Zeit, bis das Referendariat losgeht.

Mal sehen, ob das alles so klappt.

Schwangerschaft heute – Job:

Vor einigen Monaten hatte ich noch einen Nebenjob und als ich übermütig allen von der Schwangerschaft erzählte, erfuhr ich, dass es sich mit dem Job jetzt erledigt hat. Mein Arbeitgeber hat nämlich (Oh! Zufall!) meinen Vertrag nicht verlängert und so stand ich ab Mai ohne Job da. Tja, nicht sehr Schwangerschafts-freundlich dieser Arbeitgeber, aber nicht zu ändern. Dafür blieb etwas mehr Zeit für Familie, Freunde und das Studium. Auch gut.

Und beim nächsten Mal wird es um die Reaktionen in der Familie und im Freundes- und Bekanntenkreis gehen.

 

Wochenende in Bildern // Zeit für Freunde

Das letzte Wochenende stand im Zeichen der Freundschaft. Denn circa zwei Mal im Jahr sehe ich meine drei lieben Freundinnen, die ich noch aus der Schule kenne. Wir leben alle an unterschiedlichen Orten und treffen uns immer abwechselnd bei einem Zuhause. In diesem Sommer war Dresden an der Reihe, wie gut, dass Friedi und ich sowieso gerade hier sind, der Weg ist nämlich ziemlich weit.

Am Freitagabend trudelten wir alle langsam bei einer Freundin ein und quatschten, aßen und freuten uns, endlich wieder beieinander zu sein.

Samstag starteten wir mit einem leckeren Frühstück und planten den weiteren Ablauf des Tages.

IMG_1127

Danach ging es bei schönstem Wetter auf den Flohmarkt am Elbufer.

Gefunden haben wir nichts und es ging weiter in die Neustadt, wo wir durch die Straßen bummelten.

Dann wurde Torte und Eis genascht und viel gequatscht.

Und weiter durch die Läden, wo ich frustriert zusah, wie die anderen Klamotten anprobierten und mir natürlich nichts passte und alles doof aussah. Also schnell weiter.

Nach einer kurzen Verschnaufpause sind wir an der Elbe entlang zu einer Sommerwirtschaft. Da ich den Mädels schon lange in den Ohren hing, wie kaputt ich doch sei, wurde ich auf dem Rad geschoben, war sicherlich ein toller Anblick.

Angekommen zeigte sich, dass wir noch ca. 1 Milliarde Treppen zur Wirtschaft aufsteigen müssen. Ich jammerte laut vor mich hin.

Irgendwann waren wir oben und trafen dort Freunde und Bekannte, mit denen wir eine schöne Zeit hatten.

Danach ging es an der Elbe zurück zur Wohnung und ich ließ mich bald abholen und fiel todmüde ins Bett.

Am nächsten Morgen waren alle bei meinen Eltern zum Frühstück eingeladen. Wir bereiteten alles vor, Friedi aß ihr erstes Eis (sind ja Ferien) und half dem Opa beim Servietten falten.

Während wir warteten, wurde noch schnell ein bisschen gelesen und gespielt.

Dann trudelten alle ein und wir verbrachten einen schönen Vormittag, bevor alle wieder nach Hause fuhren.

Nach einer späten Mittagsruhe versuchte ich ein bisschen mit meiner Examensarbeit voran zu kommen, Frieda bastelte mit Oma und Opa und aß ihr zweites Eis, weil ja Ferien sind…

… und wir aßen spät Abendbrot und lümmelten uns dann alle vier mit einem Eis auf die Couch.

Und schon war das schöne Wochenende vorbei, meine Freundinnen mussten heute wieder arbeiten und wir dürfen noch etwas Urlaub machen.

Bei Geborgen Wachsen gibt es wie immer noch mehr Wochenenden zu bestaunen.

Habt eine schöne Woche!!